Digital fotografieren - Teil 3

Dies und Das zum Schluss

Gibt es sonst noch etwas zu beachten? – Ja!

Wo wir es gerade schon angesprochen haben: das Thema Energie. Digitalkameras funktionieren mit *Akkus*, wobei es zwei Varianten gibt. Die internen Akkus sind nicht herausnehmbar, die Kamera wird zum Aufladen direkt an die Steckdose angeschlossen. Der entscheidende Nachteil: Ist der Akku leer und keine Steckdose in Sicht, kannst du nicht mehr fotografieren. Ist der Akku kaputt, kannst du die Kamera dem Müll übergeben. Besser sind wiederaufladbare Akkus. Wenn du zwei Sätze Akkus und ein Ladegerät hast (kosten ca. 25 bis 40 Euro), dann bist du auf der sicheren Seite und kannst jederzeit fotografieren: ein Satz Akkus befindet sich in der Kamera, ein Satz im Ladegerät.

Extras sind immer gut! Etwas teurere Digitalkameras bieten auch in dieser Richtung einiges. Was? Zum Beispiel einen *Selbstauslöser*, der dir als Fotografin die Chance gibt, auch mal auf einem Foto drauf zu sein. Dann einen *Vorblitz*, der verhindert, dass alle Personen auf den Fotos rote Augen haben und eher nach Vampir als nach Mensch aussehen. Nicht unwichtig ist ein *Stromsparmodus*, mit dem sich die Kamera nach ein paar Minuten automatisch abschaltet und dich davor bewahrt, plötzlich mit leeren Akkus dazustehen.

Der *automatische Helligkeits- und Schärfeabgleich* sorgen dafür, dass verwackelte und unter- oder überbelichtetet Fotos kaum noch vorkommen. Mit manchen Digitalkameras kann man kleine *Filme* (MPEG-Format) aufnehmen, allerdings ist die Qualität eher schlecht. Die Film-Funktion ist zudem sehr datenintensiv – und schwups ist die Speicherkarte voll. Einfache bis komfortable *Software* für die Bildbearbeitung und Bildarchivierung wird meistens mit der Kamera zusammen verkauft. In diese Programme solltest du dich einarbeiten, denn damit kannst du rote Augen entfernen sowie den Bildausschnitt, die Helligkeit und Farbe eines Bildes verbessern.

Warum muss man eigentlich digital fotografieren?

Muss man natürlich nicht! Und es gibt auch noch viele Profis, die bei ihren klassischen mechanischen Fotokameras bleiben. Das Fotografieren mit einer Digitalkamera hat aber einige Vorteile:

  • Du kannst dir sofort ansehen, ob das Bild etwas geworden ist.
  • Du kannst die Bilder direkt weiter nutzen und z.B. in deine Homepage einbauen.
  • Auch digitale Fotos können „richtige“ Fotos sein, wenn sie auf einem Datenträger (z.B. auf CD gebrannt) zum Entwickeln in ein Fotogeschäft gebracht werden. Man kann dort auch die Speicherkarte abgeben, was aber nicht zu empfehlen ist: dann fehlt sie dir und was ist, wenn sie im Fotoladen verloren geht?!
  • Wenn du einmal eine Digitalkamera angeschafft hast, hast du kaum noch Kosten. Digitale Fotos zu entwickeln, ist günstiger als nicht-digitale Filme.
  • Du kannst alle Bilder bearbeiten und damit auch leicht verunglückte Aufnahmen retten.
  • Da du nahezu unbegrenzt Fotos machen kannst, wirst du auch viel mehr Fotos haben – was immer eine tolle Erinnerung ist!
  • Digitale Fotos können per Mail ganz leicht verschickt werden – und du kannst deiner Brieffreundin in Arkansas oder deiner Oma in München mal eben schnell per Foto deine neue Frisur zeigen.
Autorin / Autor: Natascha Bleckmann - Stand: 23. Oktober 2003