Digital fotografieren - Teil 2
Das Bild und seine Qualität
Ein digitalisiertes Bild besteht aus ganz vielen ganz kleinen Punkten. Sind diese Punkte in sehr großer Anzahl vorhanden und damit dicht gedrängt, dann ist das Bild besser, intensiver. Stehen dagegen weniger Punkte für das Bild zur Verfügung, dann vergrößert sich der Abstand von Punkt zu Punkt. Das Bild wird dadurch körnig und wirkt schlechter.
Für dich als Fotografin muss sich die Frage stellen, mit wie viel Pixeln die Digitalkamera ein Bild auflöst. Du solltest also die Pixelung unter die Lupe nehmen. Digitalkameras können zum Beispiel ein Megapixel haben, das heißt, ein Bild besteht aus einer Million Bildpunkte. Bei zwei Megapixel sind es zwei Millionen Bildpunkte, bei drei Megapixel drei Millionen usw. Du ahnst schon: je mehr Pixel ein Bild hat, desto besser ist die Bildqualität. Damit deine Fotos eine gute Qualität haben, sollte die Kamera eine Bildauflösung von mindestens zwei Megapixel bieten. Mehr ist natürlich noch besser, allerdings wird es dann auch richtig teuer. Von Kameras mit einem Megapixel darfst du nicht zu viel erwarten – sie reichen meist nur für Schnappschüsse in mäßiger Qualität (vergleichbar mit Digitalfotos von Handys).
- *TIPP:* Wenn du dir eine Digitalkamera zulegst, dann nimm eine mit mindestens zwei Megapixel Auflösung.
Mal fern, mal nah: Der Zoom
Eine Kamera mit Zoom zu benutzen, hat schon fast etwas von einer professionellen Fotografin. Mit einem Zoom kannst du Objekte, die weit weg sind, heranholen. Mit so einer Kamera knipst man nicht nur so in der Gegend herum, sondern man sucht sich ein Motiv, zoomt es heran, zoomt es weg, probiert aus und nimmt sich für ein Foto Zeit. Auch Digitalkameras haben einen Zoom, allerdings ist Zoom hier nicht gleich Zoom. Da gibt es zunächst den optischen Zoom, das ist eine echte Linse, wie sie auch in nicht-digitalen, mechanischen Fotoapparaten vorkommt. Dann gibt es den digitalen Zoom, der ist dagegen keine Linse und, wenn man es genau nimmt, auch gar kein Zoom, sondern eher ein Rechenspiel. Denn ein digitaler Zoom zoomt die Dinge nicht heran, sondern vergrößert nur einen Bildausschnitt.
*Beispiel:* Deine Freundin sitzt auf einer Schaukel, du stehst an der Rutsche und möchtest sie so fotografieren, dass nicht der ganze Spielplatz mit auf dem Bild ist. Mit einem optischen Zoom kannst du sie an dich heranholen, so als säße sie viel näher vor dir als in Wirklichkeit. Bei einem digitalen Zoom dagegen wird deine Freundin als Bildausschnitt ausgewählt und dann größer gerechnet. Die Technik ist so ähnlich wie bei einer Kopie: Statt auf 100 Prozent kopierst du etwas auf 150 oder 200 Prozent und vergrößerst es damit. Leider wird bei einer solchen Vergrößerung die Bildqualität schlechter, denn die gleiche Anzahl von Bildpunkten wird auf eine größere Fläche gestreckt (siehe oben: „Das Bild und seine Qualität“). Genau dieses passiert auch bei einem digitalen Zoom, weshalb der optische Zoom besser ist. Hinzukommt, dass der digitale Zoom mehr Strom verbraucht, weil er ja immer rechnen muss – und das frisst Energie.
- *TIPP:* Such dir eine Kamera aus, die einen optischen Zoom hat, am besten einen drei- bis vierfachen.
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