Bitte lächeln: Digital fotografieren
Ob Billig-Discounter, Elektroketten oder Läden, die ansonsten Kaffee verkaufen: Digitalkameras sind erschwinglich geworden. Für alle, die sich damit erst wenig auskennen, haben wir einen kleinen Überblick.

Auf den Auslöser drücken und schauen, ob das Foto was geworden ist. Wenn nicht, löschen und gleich noch einmal knipsen. Digital zu fotografieren, spannt dich nicht länger auf die Folter. Sind die Fotos von der Party was geworden? War es nicht viel zu dunkel zum Fotografieren? Sind die Bilder verwackelt? Diese Bedenken zerstreut eine digitale Kamera sofort, denn du musst nicht eine Woche darauf warten, bis der Film entwickelt ist.
Die gemachten Bilder kannst du sofort auf einem Display ansehen. Was zu dunkel, überbelichtet, verwackelt oder einfach doof geworden ist, wird gelöscht und nimmt keinen Speicherplatz mehr weg. Apropos Speicherplatz: Wie „behält“ eine Digitalkamera eigentlich die Bilder? Und wie funktioniert das überhaupt mit dem digitalen Fotografieren?
Das Speichermedium – das Gedächtnis der Kamera
Anstatt auf einem Film landen die gemachten Fotos auf einem Datenträger. Das kann entweder eine Diskette sein (heute eher selten, z.B. bei der „Mavica“) oder eine Speicherkarte (was inzwischen üblich ist). Je nach dem, wie viel Speicherplatz auf den Speichermedien vorhanden ist, kann man mal mehr, mal weniger Fotos machen. Das Mindeste, was eine Speicherkarte haben sollte, sind 16 MB, es gibt aber auch 32, 64 und sogar 128 MB. Wie schnell eine Speicherkarte voll ist, hängt davon ab, wie viel Fotos du machst. Auch spielt es eine Rolle, in welcher Qualität die Fotos gemacht werden: die beste Qualität benötigt immer mehr Platz als eine mittelmäßige. So wie ein normaler Farbfilm („Der Film ist voll“) kann auch die Speicherkarte voll sein. Daher haben Fotografinnen immer mehrere Filme dabei – und Digitalfotografinnen immer mehrere Speicherkarten!
Wer mit einer Karte auskommen muss, sollte immer einen PC in der Nähe haben, denn: Per USB (universal serial bus) werden die gespeicherten Fotos von der Kamera in den Rechner überspielt. Die Fotos sind damit von der Speicherkarte verschwunden, so dass du wieder Platz für neue Fotos hast. Du merkst schon: eine Speicherkarte ist im Grunde zu wenig. Was, wenn du auf Klassenfahrt bist und keinen PC zur Verfügung hast? Tja, dann ist nach ein paar Fotos (ca. 16, je nach Speicherkarte) Schluss. Wenn du bedenkst, dass ein normaler Film 24 oder 36 Bilder hat, dann sind 16 wirklich wenig.
- *TIPP:* Achte beim Kauf einer Digitalkamera darauf, dass es zu dem Modell Speicherkarten zu kaufen gibt und dass diese nicht zu teuer sind. Verschiedene Digitalkameras brauchen nämlich auch verschiedene Speicherkarten. Gerade wenn eine Kamera besonders günstig ist, solltest du skeptisch sein: dann sind passende Speicherkarten oft sehr teuer. Ein USB-Anschluss zur Datensicherung ist übrigens Standard und bei allen Kameras vorhanden.
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Autorin / Autor: Natascha Bleckmann - Stand: 23. Oktober 2003