Licht aus!

Am 28. März soll mit der Earth Hour 2020 ein Zeichen für den Planeten gesetzt werden

Symboldbild: Licht aus am Kölner Dom

Licht aus, Kerzen an! Am 28. März ist Earth Hour und Umweltschutzorganisationen auf der ganzen Welt rufen alle Menschen dazu auf, ein Zeichen für unseren Planeten zu setzen und für eine Stunde das Licht auszuschalten. Gerade in Krisenzeiten wie diesen sollte uns daran gelegen sein, eine weitere Krise unbedingt abzuwenden. Aber wenn es uns nicht gelingt, die Erderwärmung auf 1,5°C zu begrenzen, droht uns ein Szenario, gegen das die Corona-Krise der reinste Kindergeburtstag ist. Jede sechste Art könnte aussterben. Waldbrände werden häufiger. Dürren und Überflutungen heftiger. Küstenregionen können unbewohnbar werden. Missernten, Hungersnöte, Flüchtlingsbewegungen und der Kampf um Ressourcen könnten die neue Tagesordnung sein.
Gerade jetzt wird uns bewusst, wie es sich anfühlt, wenn das gewohnte Leben aus den Fugen gerät, und wir müssen uns darum gerade jetzt dafür einsetzen, dass das in naher Zukunft nicht in einem noch viel dramatischeren Ausmaß passiert.
Derr WWF möchte mit Earth Hour dieses Jahr an die politischen Entscheidungsträger appellieren, dass es nun Zeit ist zu handeln. An der Aktion könnt ihr euch als Einzelpersonen beteiligen, indem ihr schlichtweg um 20:30 Uhr für eine Stunde das Licht ausknipst oder euch in den sozialen Netzwerken unter dem Hashtag #EarthHour für Klimaschutz stark macht.

Zudem machen viele Städte in Deutschland mit und schalten für eine Stunde die Beleuchtung großer Bauwerke aus. Ob der Kölner Dom oder das Brandenburger Tor, die Frauenkirche in München oder der St. Pauli Fischmarkt - wenn diese Orte am 28. März plötzlich in Dunkelheit liegen, dann ist keine Katastrophe passiert, sondern es wird sich gemeinsam dafür eingesetzt, dass eine verhindert wird.
Während die Earth Hour in den vergangenen Jahren von vielen Veranstaltungen und öffentlichen Kerzen-Lichterketten geprägt war, fallen solche Veranstaltungen wegen der Corona-Krise aus. Da aber nun eh fast alle zu Hause herumsitzen, sollte es umso leichter sein, sich an der symbolischen Licht-aus-Aktion zu beteiligen.

Die Geschichte der Earth Hour
Als erste Stadt der Welt hatte Sydney 2007 seine Wahrzeichen im Dunkeln gelassen, mehr als 2,2 Millionen australische Haushalte waren beteiligt. Immer mehr Städte auf allen Kontinenten folgten in den nächsten Jahren, mittlerweile gilt die Earth Hour als weltweit größte Umweltaktion. An einem festgelegten Tag gehen jedes Jahr um 20.30 Uhr Ortszeit für eine Stunde die Lichter aus. Den Start macht meist Samoa, ihren Abschluss findet die Aktion dann in der Regel auf den Cookinseln. Seit 2010 beteiligt sich auch Deutschland an der Umweltaktion. Im vergangenen Jahr beteiligten sich 398 Städte und Gemeinden.

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Autorin / Autor: Redaktion - Stand: 28. März 2020