Wir bräuchten eigentlich 1,75 Erden

Bereits am 29. Juli hat die Menschheit das Budget der Natur für dieses Jahr aufgebraucht

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Am 29. Juli ist der globale Erdüberlastungstag. Der Tag markiert den Zeitpunkt im Jahr, bis zu dem die Menschheit so viel von der Erde beansprucht hat, wie alle Ökosysteme im gesamten Jahr erneuern können. Berechnet wird dieser Erdüberlastungstag jedes Jahr vom Global Footprint Network. Im vergangenen Jahr fiel er noch auf den 1. August.

Ein Bündnis aus zivilgesellschaftlichen Organisationen fordert die Bundesregierung auf, entschieden umzusteuern: Weltweit und auch hierzulande werden die gravierenden Folgen der Übernutzung und der Klimakrise immer sichtbarer. Die Bundesregierung müsse mit einem Klimaschutzgesetz und einem CO2-Preis noch in diesem Jahr gegensteuern sowie wirkungsvolle Anreize zur Ressourcenschonung setzen. 

„Wir können es uns nicht leisten, noch weiter Zeit zu verlieren und müssen anfangen, konsequent zu handeln. Unsere Wirtschafts- und Lebensweise und die daraus folgende Zerstörung der Umwelt geht auf Kosten der folgenden Generationen“, so Jan Göldner aus dem Bundesvorstand der NAJU (Naturschutzjugend im NABU).

Myriam Rapior aus dem Bundesvorstand der BUNDjugend ergänzt: „Meine Generation will nicht länger zuschauen, wie wir unserer Lebensgrundlage beraubt werden. Die Politik muss jetzt Entscheidungen fällen, um die systematische Zerstörung unseres Planeten zu beenden. Ansonsten werden wir 2050 auf einer kaputten Erde voller sozialer Konflikte leben.“

Die Aktivist_innen fordern außerdem eine am CO2-Ausstoß orientierte, sozial ausgestaltete Steuerreform, die Einleitung einer echten Verkehrswende, und dass die Digitalisierung stärker dafür genutzt werden müsse, eine nachhaltige Entwicklung zu gestalten statt immer weiter "kurzfristigen Wettbewerbsvorteilen" und "eindimensionalen Wachstumszielen" hinterherzujagen.

Hintergrund zum Erdüberlastungstag
Der Erdüberlastungstag (oder auch Earth Overshoot Day genannt) markiert den Tag, ab dem wir aus ökologischer Sicht über unseren Verhältnissen leben. Das bedeutet, dass die Menschheit vom 1. Januar bis zum 29. Juli so viel von der Natur verbraucht haben wird, wie die Ökosysteme der Erde im ganzen Jahr erneuern können. Rein rechnerisch beansprucht die Weltbevölkerung mittlerweile 1,75 Erden. Würden alle Menschen weltweit so leben wie wir in Deutschland, wäre der Erdüberlastungstag sogar schon am 3. Mai. Die ökologische Buchhaltung zur Berechnung dieses Tages wird vom Global Footprint Network gemeinsam mit der York University bereitgestellt.

Quelle:

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Autorin / Autor: Redaktion/ Pressemitteilung - Stand: 26. Juli 2019
 
 
 

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