Design gegen #McGen

Greenpeace startet Designwettbewerb gegen Gentechnik bei McDonald´s

Bild: LizzyNet

Bisher leben wir noch in einem Land, in dem keine gentechnisch veränderten Pflanzen angebaut werden, denn die meisten Menschen lehnen Gentechnik in der Landwirtschaft hier ab. Dennoch nehmen wir versteckte Gentechnik mit der Nahrung auf, insbesondere in tierischen Lebensmitteln wie zum Beispiel in den von vielen geliebten Hühnchen-Nuggets, die von Tieren stammen, die mit Gen-Soja gefüttert wurden. Weil Fastfoodriese McDonald’s weiß, dass Gen-Pflanzen viele Umweltprobleme mit sich bringen, verpflichtete sich der Konzern vor 14 Jahren als eines der ersten Unternehmen in Deutschland auf Gen-Futter bei der Produktion von Chickenburger und ChickenNuggets zu verzichten. Nun soll laut Greenpeace aber damit Schluss sein. Die Umweltorganisation meldet: McDonald‘s Deutschland nutzt erneut Gentechnik zur Produktion von Chickenburgern und Nuggets.

Ist McDonald’s der Umweltschutz zu teuer?
Dabei bringt der Anbau von gentechnisch veränderten (Futter-)Pflanzen wie Gen-Soja massive ökologische Folgen mit sich: Der hohe Einsatz gefährlicher Pestizide zerstört laut UmweltschützerInnen die Artenvielfalt und führt zu resistenten Unkräutern, die dann mit immer mehr und giftigeren Spritzmitteln bekämpft werden müssen. Das verschmutze nicht nur Wasser und Böden, sondern mach auch die AnwohnerInnen in den südamerikanischen Anbauregionen krank, die den häufig mit Flugzeugen ausgebrachten Giften schutzlos ausgeliefert seien, so Greenpeace.

Natürlich weiß McDonald’s über diese Probleme Bescheid. Warum verkauft der Konzern dann nach 13 Jahren nun in Deutschland wieder Chickenburger und Chicken Nuggets von Hähnchen, die mit Gen-Futter gemästet wurden? McDonald's nennt dafür wirtschaftliche Gründe. Dabei wäre ein Chickenburger laut Greenpeace aber nur weniger als 1 Cent teurer, wenn das Unternehmen bei seinen Lieferanten weiterhin auf gentechnikfreies Tierfutter bestehen würde.
Im Durchschnitt gehen 2,5 Millionen Menschen in Deutschland täglich in eine McDonald’s-Filiale. Ihnen allen werde verschwiegen, dass Gentechnik in der Produktion steckt, sagt Stephanie Töwe, Greenpeace-Landwirtschaftsexpertin.

Um das Problem breit sichtbar zu machen, startet Greenpeace darum jetzt einen öffentlichen Protest-Designwettbewerb. GrafikerInnen, DesignerInnen und andere Kreative sind dazu aufgerufen, ein zentrales Kampagnenmotiv zu entwerfen. „Wir wollen mit dem Wettbewerb viele Ideen sammeln, die McDonald's motivieren, auf Gen-Soja im Tierfutter zu verzichten. Das wäre ein erster und relativ leichter Schritt zu mehr ökologischer Verantwortung“, so Töwe.

Übrigens: In Frankreich, Österreich und der Schweiz verzichtet McDonald’s bei seinen Geflügelprodukten (noch) auf Gentechnik.

Was denkst du darüber?
  • Also das wusste ich nicht prinzess, 12.09.2014 13:10
    Ich finde Gentechnik sehr spannend und möchte im zukünftigem Beruflichem Leben auch gerne etwas damit zu tun haben, aber essen möchte ich sowas ungern. Ich glaube das ist ein Grund mehr nicht im McDonald's essen zu gehen. Wenn mehr Menschen darauf verzichten würden, würde Mecces vielleicht wieder auf Gentechnik verzichten.
    Soweit ich weiß, kann es doch auch einen körperlich Krank machen, wenn man genetisch veränderte Lebensmittel isst. Oder?

Mehr Infos unter

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Autorin / Autor: Redaktion /Pressemitteilung - Stand: 12. September 2014
 
 
 

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