Zum Studium in den Osten!

Studie: Numerus Clausus an ostdeutschen Hochschulen seltener

Knapp die Hälfte aller Studiengänge in Deutschland (45,5 %) ist mit einem Numerus Clausus belegt, die Quoten innerhalb der Bundesländer unterschieden sich aber deutlich. So liegen alle ostdeutschen Bundesländer, wie etwa Thüringen mit 26,2 Prozent, unter dem Bundesdurchschnitt. In den Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg sind dagegen ungefähr zwei Drittel aller Studiengänge zulassungsbeschränkt.

Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie „Der CHE Numerus Clausus-Check 2013/14“ des CHE Centrum für Hochschulentwicklung. Die Autoren Gunvald Herdin und Cort-Denis Hachmeister haben dafür die Numerus-Clausus-Daten des Hochschulkompasses der Hochschulrektorenkonferenz (Stand Juli 2013) ausgewertet. Bundesland, Hochschultyp, Abschlussart und Fächergruppe waren die ausgewählten Analysekriterien.

„Die Bundesländer mit den größten Zuwächsen an Studierenden haben auch die meisten Zulassungsbeschränkungen“, konstatiert CHE Geschäftsführer Frank Ziegele. Insgesamt ist deutschlandweit etwa jeder zweite Bachelorstudiengang und rund jeder dritte Masterstudiengang mit einem Numerus Clausus belegt. In Bezug auf die Hochschultypen liegt der Anteil bei den Fachhochschulen (49,5 %) etwas höher als bei den Universitäten (43,7 %). Beim Vergleich der vier Fächergruppen liegen die Rechts-, Wirtschaft- und Sozialwissenschaften mit einer Quote von 53,7 Prozent über den Quoten der mathematisch-naturwissenschaftlichen, ingenieurwissenschaftlichen sowie den sprach- und kulturwissenschaftlichen Fächergruppen.

Im Zusammenspiel aller Analysefaktoren zeigt die CHE Studie auf, wie uneinheitlich die Numerus-Clausus-Struktur in Deutschland ist. Sind etwa in Hamburg in der mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächergruppe neun von zehn Studiengängen zulassungsbeschränkt, gilt in Thüringen das umgekehrte Bild. Hier herrscht bei den Ingenieurwissenschaften eine NC-Quote von lediglich 7,3 Prozent.

„Gerade im Osten Deutschlands finden die Studierenden viele Angebote mit freiem Zugang. Die großen Unterschiede zwischen den Ländern müssen transparent gemacht werden“, erläutert CHE Geschäftsführer Frank Ziegele die Intention der Untersuchung, „zum einen im Rahmen der hochschulpolitische Diskussion über die Auswirkungen steigender Studierendenzahlen, zum anderen für diejenigen, die ein NC in erster Linie betrifft – die Studieninteressierten.“

Mehr Infos dazu unter

Autorin / Autor: Pressemitteilung - Stand: April 2014