Maske und Kostüme

Danach kommen wir in die Maske, wo gerade Nina alias Pearl für ihren Auftritt fertiggemacht wird. Schminken müssen sich die Starlighter selbst –  auch dies bekommen sie während ihrer dreimonatigen Ausbildungszeit beigebracht. In der Maske werden den DarstellerInnen dann die Haare gemacht und jedeR bekommt ihr/ sein eigenes Mikrofon angesteckt.

Im Kostümfundus zeigt uns dann die Leiterin dieser Abteilung verschiedene Kostüme. Das Kostüm von „Papa“, der alten Dampflok, wurde zum Beispiel in 200 Arbeitsstunden handbemalt und hat einen Wert von ca. 50.000 DM. Wir dürfen einige Kostüme festhalten, um zu testen, *wie* schwer sie sind. Und wir können euch sagen, sie sind *sehr* schwer. Die männlichen Darsteller tragen tragen während der Vorstellung eine Last von gut 20kg mit sich, bei den Frauen ist es etwas weniger.
Besonders ist, dass weder Choreographie, noch Musik oder Kostüme ohne Einverständnis des Urhebers auch nur geringfügig verändert werden dürfen.

Rollschuhlager und Orchester

Anschließend können wir uns noch den Raum, in dem Rollschuh-Ersatzteile und die Schutzhelme (in Form von Lokomotiven) aufbewahrt werden, angucken. Nach jeder Show müssen die Helme dorthin zurückgebracht werden, um die Akkus für die Lichter wieder aufzuladen, welche dann bei dem großen Rennen während der Show leuchten.

Der Vorstellungsbeginn rückt nun immer näher und unsere Backstage-Führung neigt sich somit dem Ende zu. Wir bekommen noch den Orchesterraum im Keller der Halle zu sehen. Das Orchester spielt bei jeder Vorstellung live mit, denn bei einer solchen Show passiert des öfteren etwas Unvorhergesehenes (z.B. Sturz eines Rollschuhläufers. Dann muss die Musik halt noch um einige Takte verlängert werden, um die Show perfekt zu machen. Die Solosänger auf der Bühne werden von sechs SängerInnen unterstützt. Nur die Stimme des Jungen und der Mutter werden von Band eingespielt. Der Dirigent wird über Bildschirme, die weit oben im ganzen Saal verteilt sind, übertragen, so dass die DarstellerInnen ihn sehen können. Diese werden wiederum von Bildschirmen in den Keller zum Dirigenten übertragen, damit auch er weiß, was oben auf der Bühne passiert und das Orchester danach richten kann.

Aufwärmtraining und Fertigmachen zum großen Rennen ;-)

Die Führung endet damit, dass wir den Starlightern um 19.00 Uhr beim allgemeinen Aufwärmtraining und Einlaufen zuschauen können. Erneut kommen wir ins große Staunen, als die Akteure mit hoher Geschwindigkeit über die Bühne rasen und nach Anweisung des Trainers beindruckende Sprünge und Drehungen vollführen. Dabei glückt aber lange noch nicht jedem alles und der ein oder andere stürzt leicht – eben so richtig generalprobenmäßig ;-). Einige der DarstellerInnen sind schon geschminkt und mit Perücke versehen, andere hingegen noch unverkleidet und ungeschminkt. Als wir dann nach 15 Minuten den Saal verlassen, erklärt uns Johannes Ehmann, dass die aufwendiger geschminkten SchauspielerInnen schon die Zeit vor dem Training dafür nutzen. Für die weniger komplizierten Masken reiche auch noch die Zeit danach, um sich für den großen Auftritt fertig machen.
Kurz vor Beginn der Show müssen die ganze Bühne und die Rennstrecken gesäubert werden, da kleinste Gegenstände oder ähnliches zur Gefahr für die Akteure werden können.

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Autorin / Autor: DannySahne und Linus - Stand: 12.September 2001