Starlight - Express
Backstage-Führung bei Starlight - Express in Bochum.
Ein Musicalbesuch
Am Freitag, den 24. August 2001 waren wir beide (DannySahne und Linus) im Rahmen eines Seminars der JPNW (Junge Presse NRW) in Bochum, um uns das Musical Starlight - Express anzugucken. Die Veranstalter hatten für die Seminar-TeilnehmerInnen um eine Backstage-Führung gebeten - das konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Also fuhren wir mit dem Zug nach Bochum...
Ein erster Einblick
Am Bühneneingang werden wir von Johannes Ehmann, dem Leiter der Pressestelle, empfangen. Er führt uns zuerst in den Theaterraum, in dem ca. 1700 Besucher Platz finden können. Der erste Eindruck ist beeindruckend. Durch die riesige Halle, die einer Halbarena gleicht, führen zwei insgesamt 250m lange Rennstrecken, die auf der Hauptbühne enden. Johannes Ehmann gibt uns einen ersten Einblick in die Technik und erklärt uns die beweglichen Verbindungsstücke, die teils als Brücke zwischen den Bahnen dienen oder auch auf die eigentliche Bühne heruntergelassen werden können.
Die Bühne
Die Bühne selbst ist nicht wie gewöhnliche Bühnen ebenerdig, sondern so gewölbt, dass die Darsteller von einer Ebene auf die andere, etwas höher gelegene, gelangen können. Außerdem befinden sich an den Seiten der Bühne je ein Tunnel, durch den die Darsteller entweder einfach nur hindurchfahren oder aber in den Backstage-Bereich gelangen können.
Während wir noch genaueres über die Geschichte des Musicals erzählt bekommen, können wir den Bühnentechnikern zugucken. Jeden Tag vor der Show müssen sie alles, aber auch wirklich alles, noch einmal überprüfen, um die Sicherheit für Akteure und Publikum gewährleisten zu können.
Die Technik
Um 17.00 Uhr beginnt der Technikcheck: Das Sicherheitsgeländer, das rund um die Rennstrecken führt, muss hoch und runtergefahren werden, das Podium und die Wippe müssen in alle Positionen bewegt und die 9 Tonnen schwere Brücke überprüft werden. Diese sogenannte "Main Bridge" wird während der Vorführung per Computer gesteuert.
Um 18.00 Uhr geht es dann weiter mit dem Lichtcheck: 8000 Lichtpunkte, 800 Scheinwerfer, 24 Telescans, die Laser und die in den Boden eingelassenen Leuchtstoffpumpen, die die Gleise simulieren, müssen alle geprüft werden. Jede einzelne Lampe muss funktionieren.
Starlight Backstage
Anschließend gehen wir über einen langen mit Spiegeln versehenen Flur, auf dem neue DarstellerInnen, die zwar ein Musical-Ausbildung haben müssen, aber meist noch nicht bzw. nicht richtig Rollschuh fahren können, letzteres innerhalb von drei Monaten lernen. Links und rechts von dem Flur befinden sich die verschiedensten Räume, wie z.B. Trainingsraum, Maske, Kostümabteilung, Rollschuhlager und auch Aufenthaltsräume. Außerdem geht es von dort aus auch direkt hinter die Bühne, wo sich die Akteure aufhalten, wenn sie gerade nicht auf der Bühne sein müssen.
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Autorin / Autor: DannySahne, Linus - Stand: 12. September 2001