Musical: Tanz der Vampire - Teil 2
Nicht nur eine wirklich spannende Geschichte, sondern auch eine tolle Inszenierung!
Rettung naht
Der Professor will nun endlich einen Vampir finden und das Leben aller Vampire beenden, was nur funktioniert, wenn man ihnen einen Flock mitten ins Herz sticht. So schleichen er und Alfred sich an das dunkle Schloss heran, um den Vampiren ein Ende zu bereiten. In der dunklen Vampirburg befindet sich zu diesem Zeitpunkt auch schon Sarah, die sich auf den Ball am nächsten Tag vorbereitet. Alfred will seine Liebste unbedingt retten, der Professor hingegen nur die Vampire töten. Als Graf von Krolock sie am Tor des Schlosses höchstpersönlich abfängt und einlädt doch hereinzukommen, bekommen es die beiden Wissenschaftler allerdings auch erst mal ganz schön mit der Angst zu tun. Trotzdem folgen sie dem Vampir in das unheimliche Schloss.
Das Vampir-Schloss
Als sich für Professor Abronsius und Alfred tagsüber im Schloss die Chance ergibt, die Gruft der Vampire aufzusuchen und diese umzubringen, können sie ihren Plan allerdings nicht verwirklichen, weil der schon etwas gebrechliche Professor an einem Mast hängen bleibt und der Alfred sich nicht überwinden kann, den Vampiren den Todesstoss zu geben. Schließlich werden sie vom schrecklichen Hausdiener Koukol der Vampire erwischt und aus der Gruft gescheucht.
Inszenierung & Darsteller
Das ganze Musical ist sehr perfekt iszeniert. Die Lichteffekte verstärken die jeweilige Stimmung, ob traurig, spaßig, unheimlich und werden immer zu den richtigen Momenten eingesetzt. So erscheint dem Zuschauer auch der Schneesturm als real! Die Darsteller beweisen ihr Können mit starkem, gut verständlichem Gesang und bewundernsweren Tanzkünsten! Solos als auch Gruppentänze werden toll gemeistert und die Gesangkünste Professor Abronsius' bringen jeden Zuschauer zum staunen. Das ganze Musical ist außerdem sehr interessant aufgebaut, da man manchmal nicht genau weiß, ob auf der Bühne gerade die Wirklichkeit oder ein Traum o.ä. gespielt wird. Die Darsteller werden von Doppelrollen besetzt, die sich zeitweise sogar gleichzeitig auf der Bühne befinden. Wenn man das ersteinmal verstanden hat und nicht mehr durcheinander kommt ('hä wer ist denn das jetzt auf einmal?' **wunder**) ist dies ein toller Effekt!
Außerdem werden in der Geschichte jede Menge kleine Witze eingebaut. So kommt es, dass der Sohn des Grafen von Krolock schwul ist und sich an Alfred ranmachen und ihn beißen will / dass der Wirt Chagal mit der Magd Magda eine Affäre hat und seine Frau Rebecca ihn deshalb mit einer Salami verprügeln will, aus Versehen aber Professor Abronsius trifft u.a. Das lockert die gruselige Geschichte auf und bewirkt neben den manchmal traurigen oder gruseligen auch lustige Szenen. Außerdem kommt es nicht selten vor, dass die Darsteller auch durch das Puplikum schleichen, rennen oder gehen und es so mit in das Geschehen einbeziehen: Von der Bühne durchs Puplikum zum Ausgang oder von den Eingängen hin zur Bühne. In einem besonders gruseligem Lied kamen in allen Gängen durch den Saal Vampire hinunter auf die Bühne zu und da ich direkt am Gang saß schlich einer direkt an mir vorbei. Einige Sekunden später drehte er sich herum und erschreckt mich mit zu mir gestreckten Händen und einem lauten "BUUUUUH!" fast zu Tode. Super gemacht!
*Insgesamt einfach toll: anschauen! :-)*
Autorin / Autor: Linus - Stand: 6. Januar 2003