Die 13 ½ Leben des Käpt’n Blaubär - Musical
Alles in Butter aufm Kutter?!
(Blau)Bärig geht es seit gestern in Köln zu – das Musical „Die 13 ½ Leben des Käpt’n Blaubär“ lud ein zur Vorpremiere. Für LizzyNet durfte ich dahin, also habe ich mir eine Freundin geschnappt und wir machten uns auf dem Weg nach Köln-Süd.
*Auf in den Kampf*
Endlich angekommen (die Anfahrt mit Bus und Bahn war etwas…äh…hektisch), standen wir vor einem riesigen Zelt - und einer Menschenmasse… Es gab leider eine recht lange Schlange, um die bestellten Karten abzuholen, aber dies wurde durch die zauberhaft gestaltete Außenanlage wieder gut gemacht: Schöne Lichter und Pflanzen waren angebracht worden und sogar Sand wurde ausgestreut (wenn man genau hinschaute, konnte man sogar Bärentatzen-Abdrücke erkennen). Über einen kleinen Steg, vorbei an Palmen, kam man zum Eingang und wurde von verschiedensten Tiergeräuschen begrüsst. Im Foyer des Zeltes waren viele riesige Pappen mit Aufdrucken der Figuren aufgestellt. Wirklich beeindruckend waren auch die Bar und Theke, auf die wir sofort zusteuerten (**g**). Von Getränken wie Cola oder Wasser bis hin zu Cocktails (auch ohne Alkohol) wurde alles angeboten. Sogar Popcorn! Und was für welches! Blau gefärbt mit Blaubärgeschmack! Natürlich mussten wir dies direkt probieren mit dem Ergebnis: unsere Zungen waren durch die Lebensmittelfarbe blau gefärbt… :-)
*Block H, Reihe 7, Sitz 41/42*
Wir hatten Glück mit unseren Plätzen und saßen mit direktem Blick auf die Bühne. Das Zelt war gut gefüllt, von Teenagern über Großeltern und Familien bis hin zu Geschäftsmännern und – mitten drin und total gespannt – wir :-)
*Die Geschichte*
Wer jetzt an die Lügengeschichten mit Hein Blöd denkt, liegt falsch. In dieser Inszenierung geht es um die 13 ½ Leben, die DAVOR stattfanden. Käpt’n Blaubär erzählt uns, wie er geboren wurde, wo er alles rumgekommen ist und wie es eigentlich dazu kam, dass er gerne Lügen erzählt.
Es fängt damit an, dass ein kleiner blauer Bär (unser Hauptdarsteller, wohlgemerkt) alleine auf dem weiten Ozean „Zamoniens“ (das Land, aus dem er kommt) in einer Nussschale treibt. Er wird vor einem Sturm in letzter Sekunde von Zwergpiraten gerettet, die sich ein Jahr lang um ihn kümmern, ihn danach jedoch wieder aussetzen.
Er lernt die „Tratschwellen“ kennen (Wellen, die sprechen können), die ihm von Atlantis erzählen, der Stadt, wo er nun hin möchte. Er gerät aber erneut in einen Sturm und wird von „Mac“ (dem Rettungssaurier) gerettet. Dieser zeigt ihm während dem Fliegen die Welt von oben und sie werden gute Freude. Da Mac aber pensioniert wird und einen Platz im Saurier-Seniorenheim ergattert hat, lädt er Blaubär in der Nachtschule von Prof. Dr. Abdul Nachtigaller ab. Diese Figur war nun wirklich witzig anzusehen, ein äh… Mensch (?)… Wesen (?) mit sieben Gehirnen… fünf davon auf dem Kopf, die wie Antennen abstanden. Nicht nur lernt der Bär viel beim Prof., er findet auch Freunde, die auf seiner Reise nach Atlantis immer wieder auftauchen und ihm helfen. Nachdem er am Ende seiner Schulzeit ein Labyrinth passiert und sich verliebt hat (leider war seine Angebetete nur eine Illusion **schnief**), erreicht er Atlantis. Hier trifft er auf „Smeik“ (einer Haifischmade), der aus ihm den erfolgreichsten Lügengladiator der Stadt machen möchte. Nach zahlreichen Lügenduellen, bei denen unser Blaubär immer gewinnt, streitet er sich mit „Smeik“ und kommt in den Höllenofen (hier wurde es etwas gruselig…). Wieder einmal kann sich unser Held aber retten und findet die Liebe seines Lebens… was aber genau passiert, verrate ich nicht, ihr müsst schon selbst reinschauen!
*Für Groß und Klein*
Der Inhalt ist nicht nur an Kinder gerichtet, es werden auch "Erwachsenen-Witze" gemacht, sodass jede Altersgruppe angesprochen wird und ihren Spass hat. Es wurde sehr oft gelacht, denn manche Szenen, Aussagen und Bewegungen waren einfach zum Wegschmeißen komisch! :-)
*Die Kostüme*
Richtig ins Schwärmen gekommen bin ich bei den Kostümen. Wie man an den Fotos sehen kann, waren sie detailliert und fantasievoll gestaltet. Kleine Kuscheltiere am Bühnenrand, die bei den Liedern mitgesungen haben, machten das ganze noch süßer – unsere Favoriten waren eine Eule und ein Eichhörnchen, die auf einem Baum mitgesungen und sich bewegt haben – wir lagen fast auf dem Boden vor Lachen!!
*Cast*
Die Musicaldarsteller waren einfach super! Ich habe selten so viele schöne und umwerfende Singstimmen in einem Musical erlebt. Die Choreografien waren witzig und manchmal auch akrobatisch und ich war erstaunt wie gelenkig man sich in diesen teilweise sehr umfangreichen Kostümen bewegen konnte.
Richtig gut fand ich auch, dass die Schauspieler auch die Gesichtsausdrücke derjenigen Figuren und Handpuppen, die sie grad bewegt haben, mitgemacht haben. Man hat gesehen, dass die Darsteller wirklich Spass an ihrem Auftritt hatten. Die „Blaubärin“ hat beim tosenden Applaus am Ende sogar geweint.
*Alles in Buttaaaa auf dem Kuttaaaaaa*
Insgesamt war es ein sehr schöner Abend und ich bin froh, dass ich dabei sein durfte. Ich kann das Musical zu 100% empfehlen. Nicht nur in Köln, sondern auch quer durch Deutschland gibt, gab und wird es noch weitere Auftritte geben.
Spielorte, Tickets, Termine und weitere Fotos gibt es unter
Autorin / Autor: Lynda - Stand: 25. Oktober 2006