Die Welle

Filmstart 13. März 2008 - luadiac war in der Pressevorführung

Während der Projektwoche zum Thema "Staatsformen" führt Gymnasiallehrer Wenger mit seinen Schülern einen Versuch durch, um diesen die Entstehung einer Diktatur und deren Folgen begreifbar zu machen. Der Versuch gelingt und schon bald beherrscht eine Gruppe namens "Die Welle" die gesamte Schule. Mitschüler, die nicht in dieser Gruppe sind werden ausgegrenzt und fertig gemacht. Auch die Beziehung von Marco und Anna leidet darunter, denn Anna will der Gruppe ein Ende machen, während Marco von der Gruppe begeistert ist. Lehrer Wenger merkt erst am Ende der Woche als bei einem Wasserballspiel die Spieler aufeinander los gehen, dass er den Versuch nicht mehr unter Kontrolle hat. Er beschließt, den Versuch abzubrechen. Ob das gut geht könnt ihr euch ja ab dem 13. März 2008 selber im Kino anschauen ;-).

*Ein echter Versuch*
Ich finde die Idee, den Film "Die Welle" noch einmal zu überholen (Es gibt schon eine Version von 1981) gar nicht mal so schlecht, denn so spielt der Film in der heutigen Zeit, in der Viele denken, sie seien genug aufgeklärt, dass so etwas nicht passieren könnte. Jetzt denkt der ein oder andere, dass es doch nur ein Film ist; doch im Abspann vom Film steht, dass der Versuch an einer amerikanischen Highschool durchgeführt wurde. Der Film selber hat mich nicht ganz so angesprochen, da einige Szenen auf mich abgehackt wirken. Doch die Schauspieler bringen die Situation so rüber, dass man das Gefühl hat sie seien mit Leib und Seele dabei. Mein Fazit: Ein toller Film für den Schulunterricht, wenn man das Buch gerade durch nimmt. In meiner Freizeit würde ich persönlich in einen anderen Film gehen, obwohl mich "Die Welle" vom Thema her reizen würde.

Ein weiterer Kommentar von kalypso

Als ich im Kino war, saß ich am Ende des Films erst einmal 5 Minuten sprachlos da, weil ich so geschockt war, was ein Schulprojekt anrichten kann.
Mich hat der Film sehr berührt und zum Nachdenken angeregt, und wer sich schon immer mal gefragt hat, wie die Nazis an die Macht kommen konnten, sollt ihn sich mal anschauen. Wie leicht es ist, eine Gemeinschaft zu schaffen, die zusammenhält und alles macht, was der (An)Führer sagt. Die sich ausbreitet und andersdenkende ausschließt, die zusammen stärker und stärker wird. In dem Projekt fingen die Schüler ganz von allein an, sich "gleichzuschalten": gleiche Kleidung, ein Logo, ein Gruß. Und auf einmal waren Außenseiter mitdabei, und die, die nicht mitmachen wollten, obwohl sie zuvor beliebt waren, wurden ausgeschlossen.
Ich finde man sollte den Film auf jeden Fall gesehen haben.

Autorin / Autor: luadiac - Stand: 12. Februar 2008