Prinzessinnenbad
“Ich will erstmal erst mit 30 Kinder, wenn überhaupt, ich will so frei leben, Partys machen, ich will schon so meinen Job haben, mein Geld verdienen,... und ich werde mir nix im Ökoladen kaufen... weil ich Öko Scheiße finde.”
Was erwartet man bei einem Film mit dem Titel Prinzessinenbad? Ein orientalisches Märchen? Oder eine Teeniekomödie wie "Plötzlich Prinzessin?" Weit gefehlt. Prinzessinnenbad ist eine Dokumentation über drei 15-jährige Mädchen aus Berlin Kreuzberg. Die drei Freundinnen Klara, Mina und Tanutscha kennen sich schon seit ihrer Kindheit. Aufgewachsen sind sie alle drei bei ihren Müttern, über die sie sich auch kennengelernt haben.
In dem Film wird das Erwachsenwerden der drei Hauptdarstellerinnen Klara, Mina und Tanutscha dokumentiert. Sie haben die gleichen Interessen, sie gehen zusammen auf Parties, um zu feiern und verbringen eigentlich fast immer ihre Zeit zusammen. Die Betonung liegt auf fast. Mit der Zeit ändert sich jeder Mensch, und Klara, Mina und Tanutscha fangen an, eigene Wege zu gehen. Die Kamera hat die drei immer wieder begleitet, und so bekommt man einen eindrucksvollen Einblick in die Leben der drei Teenies aus Kreuzberg. Wo haben sie immer noch Gemeinsamkeiten, und wo entwickeln sie sich in verschiedene Richtungen. Mina zum Beispiel hat den Ehrgeiz, einen guten Schulabschluss zu machen, der bei Klara fehlt.
*Meine Meinung*
Mir gefällt der Film beziehungsweise die Dokumentation. Ich war auch ein bisschen geschockt, was die drei Mädels so unternehmen und mit wem sie so zusammen sind. Auch ihre Einstellung zu Jungs/Männern fand ich krass. Klara findet türkische Männer besser als Deutsche, sie ist mit einem Türken, der Mitte 20 ist zusammen. Und sie meint sie hätte mit 15 Jahren schon 30 Freunde gehabt. Wenn ich das mit meinem Leben vergleiche, kann der Unterschied nicht krasser sein. Ich hätte auch nie die Schule schwänzen dürfen, weil ich Liebeskummer habe, wie es Tanutscha macht. Ihrer Mutter gefällt das zwar nicht, aber sie lässt Tanutscha ihren Willen. Beeindruckt hat mich einfach die Offenheit der drei. Wie sie über ihr Leben mit der Kamera geredet haben und den Zuschauer an ihrem Leben teilhaben lassen. Ich finde der Film hat die Auszeichnung "Gewinner der Int. Filmfestspiele Berlin" verdient.
Bevor ich es vergesse. Klara, Mina und Tanutscha verbringen auch einen Teil ihrer Freizeit im Freibad Prinzenbad. Dort fängt der Film auch an. Und an das Prinzenbad ist der Titel angelehnt. So jetzt wisst ihr auch, woher der Titel kommt.
Autorin / Autor: Delfin13 - Stand: 18. September 2007