Von Frau zu Frau
Witziger und rührender Film mit einer Extra-Portion Charme
„Von Frau zu Frau“ behandelt zwei Themen: Die typische Mutter-Tochter-Beziehung (die Mutter will nur das Beste für ihre Tochter, die Tochter soll es mal besser haben als sie, kein Kerl ist gut genug,…) und eine Liebesgeschichte, die sich zuerst nur am Rande entwickelt, später jedoch zum Mittelpunkt der Geschichte forciert. Im Film trifft man immer wieder auf bekannte Gesichter der TV-Welt, so z. Bsp. auf Lauren Graham (bekannt als flippige Mutter aus ‚Gilmore Girls‘) und Collin Hicks (überbesorgter Vater in der Serie ‚Eine himmlische Familie‘). Beiden jedoch gelingt es von Anfang an, einen von ihrem Platz auf der Kinoleinwand zu überzeugen. Dies schafft überraschenderweise auch Popsternchen Mandy Moore, der man normalerweise keine anspruchsvolle Rolle zutrauen würde. Doch in „Von Frau zu Frau“ spielt sie ihre Hauptrolle absolut überzeugend und bezaubert zudem mit ungewohnter Natürlichkeit. Aber auch die anderen Darsteller brillieren in diesem Film, so z. Bsp. Jungschauspielerin Piper Perabo (den meisten bekannt als schüchterne Sängerin im Kinofilm ‚Coyote Ugly‘), der man ihre Rolle als Superweib gerne abkauft und beinahe neidisch auf ihre perfekte Inszenierung wird. Nicht zu vergessen ist der in die Jahre gekommene Hollywoodstar Diane Keaton, die man in diesem Streifen aufgrund ihrer kleinen Macken und dem liebevollen Umgang mit ihren Filmtöchtern schon nach kurzer Zeit lieb gewinnt.
*Extraportion Charme*
In „Von Frau zu Frau“ wechseln sich komödiantische Szenen stetig mit anrührendem Tiefgang ab. Die Geschichte wurde mit viel Liebe zum Detail umgesetzt und zieht einen schon nach wenigen Minuten in ihren Bann. In diesem Film fehlt es an nichts, weder an richtig platziertem, feinem Humor, noch an hoch gestelltem Anspruch. Auch die Mädels, die gerne etwas zum anschmachten haben, kommen hier auf ihre Kosten. Dies haben sie dem eher unbekannten Schauspieler Gabriel Macht zu verdanken, der im Film mit verschmitztem Lächeln der Tochter das Herz stiehlt und der Mutter die Nerven blank legt. „Von Frau zu Frau“ ist ein sehr empfehlenswerter Film, der einen mit einer großen Portion Charme zum mitlachen und mitweinen einlädt, ohne einen auch nur eine Minute zu enttäuschen. Wenn der Vorhang fällt, verlässt man das Kino mit diesem verträumten, unwirklichen Gefühl, welches man eigentlich nach jedem Kinobesuch haben sollte (aber leider nur noch nach den wenigsten Filmen bekommt) und mit dem Vorsatz, am nächsten Tag vielleicht doch mal wieder die eigene Mutter anzurufen…
Autorin / Autor: schneewittchen86 - Stand: 14. August 2007