Angel - ein Leben wie im Traum

Dieser Film zeigt sehr deutlich was passiert, wenn man immer nur an sich denkt und einem alle anderen egal sind.

Angel - ein Mädchen aus armen Verhältnissen - schafft sich durch ihr schriftstellerisches Talent einen Platz in der Welt der Reichen. Eines Tages trifft sie den talentierten, aber armen Maler Esme und heiratet ihn. Nach und nach muss sie aber erkennen, dass sie das Glück nicht ewig in ihren Händen halten kann.

Man merkt gleich am Anfang, was für ein arrogantes und von sich selbst eingenommenes Mädchen Angel ist. Sie macht die ganze Zeit ihre Mutter dafür verantwortlich, dass sie so arm sind; sie ist eigentlich jedem gegenüber arrogant und fühlt sich, als wäre sie etwas besseres. Als sie dann den Durchbruch mit ihren Büchern schafft, fühlt sie sich in ihrer Art und ihrem Handeln nur bestätigt und kann keinen Fehler an sich entdecken. Sie bleibt weiterhin arrogant. Als sie schließlich Esme trifft, verliebt sie sich in ihn, doch er ist eigentlich nur an ihrem Geld interessiert. Doch Angel bemerkt das nicht, sie denkt, dass man sie lieben muss und lebt weiterhin in ihrem verschwenderischen und erhabenen Lebensstil. Man merkt wie kaum jemand zu ihr hält. Die einzige Freundin, die sie hat ist ihre Bedienstete und Esmes Schwester. Sie baut Angel immer wieder auf, hilft ihr und ermutigt sie.

Als eines Tages der Krieg vor der Tür steht und Esme freiwillig in den Krieg geht, will Angel es nicht glauben. Sie spielt ihre komplette Pallette an Erhabenheit aus, doch sie muss langsam begreifen, dass doch nicht alles immer nur nach ihrer Nase läuft. Nach und nach erfährt sie immer mehr Dinge über Esme, ihre Mutter stirbt und viele andere Dinge passieren. Angel kann das Glück nicht länger festhalten. Sie merkt auf einmal, wie alleine sie auf der Welt eigentlich ist. Doch sie begreift immer noch nicht wirklich, was sie durch ihre arrogante Art alles angestellt hat. Nach und nach wird sie zwar menschlicher, aber sie wird nie wieder so glücklich sein wie einst. Ich finde, dass man Angel anfangs durch ihre wirklich übertriebene Art, die sie auch die ganze Zeit beibehält nicht leiden kann, doch nach und nach entdeckt man liebevolle Sachen an ihr, die sie aber nie zeigt. Sie versucht immer perfekt zu sein und achtet nicht auf ihre Umwelt. Als sie merkt, dass nicht immer alles nach ihrer Nase läuft, kann man schon fast schadenfroh sein, aber man muss irgendwie auch Mitleid haben. Man würde sie warscheinlich als naiv und dumm beschreiben, obwohl sie das warscheinlich gar nicht mal ist, aber das ist eben das einzige was sie die ganze Zeit zeigt.

*Fazit*
Dieser Film zeigt sehr deutlich was passiert, wenn man immer nur an sich denkt und einem alle anderen egal sind. Auch wird einem in der naiven Art von Angel bewusst, das man vielleicht das, was einem gegeben ist, mehr achten sollte und nicht einfach immer nur einfordern sollte. Insgesammt finde ich den Film gut, aber ich denke er ist nicht unbedingt für jedermann geeignet, da man ihn, wenn man nicht auf die Details eingeht, leicht für seltsam oder sinnlos halten kann.

Autorin / Autor: icedancing-xenia - Stand: 29. Oktober 2008