Filmkritik Twilight - Thema: Schauspieler
Wie sind die Rollen im Film besetzt?
Heftige Proteste in Fan-Foren
Im Film, der am 21. November 2008 in den USA erschien und am 15. Januar 2009 bei uns auf deutsch anlaufen wird, wird Edward von Robert Pattinson, hauptsächlich bekannt durch die Rolle von Cedric Diggory im 4. und 5. Harry Potter Film, und Bella von Kristen Stewart (Panic Room, Jumper u.v.m.) gespielt. Meiner Meinung nach überzeugen die beiden in ihren Rollen, obwohl es heftige Proteste in Fan-Foren rund um die Welt gab, nachdem bekanntgegeben wurde, dass Edwards Rolle von Robert besetzt werden soll. Doch dies gehört in die Vergangenheit, heute wird Robert fast überall umschwärmt und wo immer er auftaucht, steht gleich eine Horde kreischender Mädchen bereit. Auch wenn (was für mich ehrlich gesagt völlig unverständlich ist…) vielleicht noch über das Aussehen gestritten wird, so kann man absolut nichts gegen die schauspielerische Leistung der gesamten Besetzung sagen. Kristen bringt die Schüchternheit von Bella und ihre gleichzeitige absolute Abhängigkeit gegenüber Edward überzeugend rüber, obwohl vielleicht zu kritisieren ist, dass sie während des Films leicht depressiv wirkt, es gibt fast keine Stellen, in denen sie unbeschwert ist oder lacht. Robert schafft es, als Edward gleichzeitig zu zeigen, wie angespannt er immer in Bellas Nähe ist, trotzdem aber auch zärtlich und sogar humorvoll zu sein.
Wie sind die Rollen ausgefüllt?
Auch die anderen Cullens sind gut, Peter Facinelli strahlt als Carlisle die Autorität des Anführers der Cullens aus und seine Frau, Esme, die von Elizabeth Reaser gespielt wird, ist wirklich einfach liebenswert. Kellan Lutz kommt als Emmett – wie im Buch - nicht häufig vor, wirkt aber auch sympathisch. Rosalie – Nikki Reed –, die im Buch als klassische Schönheit beschrieben wird, sticht äußerlich im Film aber nicht ganz so heraus. Ihr Hauptpart ist aber auch, ihre Abneigung gegenüber Bella auszudrücken, da diese ein Mensch ist, worauf Rosalie neidisch ist. Dies gelingt ihr, auch wenn die Szene im Film, wo Bella die Küche betritt und Rosalie wortwörtlich ausrastet eher lustig wirkt… Von Alice war ich, als ich die ersten Bilder gesehen hatte, nicht ganz so überzeugt, doch die Maskenbildnerin hat ganze Arbeit geleistet und Ashley Greene gelingt es, genauso aufgedreht, direkt und nett zu wirken wie Alice im Buch. Wenn Jackson Rathbone als Jasper, dem es am schwersten fällt, sich nur von Tieren zu ernähren, auftrat, wurde öfters geschmunzelt, denn er bringt den „ich-würde-sie-sofort-verspeisen-Blick“ auf witzige Weise rüber und es ist schade, dass er eine eher kleinere Rolle hat.
Nicht wirklich wie ein Indianer
Viel Auffuhr gab es um die Rolle des Indianers Jacob, eines Menschens und später Werwolfs, der sich auch in Bella verliebt und eine Hauptrolle im zweiten Teil haben wird. Taylor Lautner wirkte auf mich mit seiner Knubbelnase und der Langhaarperücke unreif und nicht wirklich wie ein Indianer, ich bin wohl nicht die einzige, die sich den großen Jungen, der Bellas bester Freund werden wird, anders vorgestellt hat.
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Autorin / Autor: Alica Müller - Stand: 10. Dezember 2008