War child
Dokumentation über die Rückkehr eines ehemaligen Kindersoldaten in seine Heimat im Sudan
Der Film läuft beim Festival
Der Film "War Child"-Vom Kindersoldat zum Hip-Hop-Star gibt einen Einblick in Emmanuel Jals Vergangenheit.
Emmanuel Jals wurde 1980 im südsudanesischen Tonj geboren. Sein Vater gehörte der sudanesischen Volksbefreiungsarmee an und seine Mutter wurde bereits in seinem siebten Lebensjahr zu einem Opfer des Krieges. Nach ihrem Tod wurde er in Äthiopien zum Kindersoldaten ausgebildet, wobei er dies "freiwillig" tat.
1991 flüchtete Emmanuel Jal zusammen mit 400 anderen Kindern aus dem Sudan. Er war eines der zwölf Kinder, die die Flucht überlebten.
Eine Mitarbeiterin der Kinderhilfsorganisation "Street Kids" adoptierte ihn, jedoch verstarb sie nur zwei Jahre nach der Adoption. Auch nach ihrem Tod wurde ihm ein Schulbesuch weiterhin ermöglicht.
Doch auch wenn ihm die Flucht aus dem Dasein eines Kindersoldaten gelungen war, so hatte sich in seinem Herzen durch den Krieg ein tiefer Hass auf alle Araber und Muslime angestaut.
Die Musik war es letztendlich, die es ihm ermöglichte aus diesem Hass zu entfliehen.
In seinen Liedern spiegeln sich seine Erfahrungen. Sie handeln über den Bürgerkrieg im Sudan und fordern zu Frieden und Toleranz auf.
Heute ist Jals ein weltweit bekannter Hip-Hop-Musiker. Er sing auf Englisch, Arabisch, Suaheli und in zwei sudanesischen Sprachen! Außerdem ist Emmanuel Jal seit 2006 Botschafter der Entwicklungshilfeorganisation Oxfam und ist zudem Sprecher von "Stop the Use of Child Soldiers".
Meine Meinung
"War Child" ist eine sehr eindrückliche Dokumentation und ich denke es ist auch wichtig sich über das Thema "Kindersoldaten" zu informieren, da es immer noch weltweit etwa 250000 Kindersoldaten gibt.
Dadurch, dass Emmanuel Jal dem Zuschauer direkte Einblicke gewährt entsteht eine Verbundenheit mit ihm und dem Thema.
Er geht mit dem Zuschauer - nach 15 Jahren - zurück in seine Heimat und teilt seine Geschichte und seine Emotionen mit. Wirklich tief ergreifend und traurig.
Neben all der Trauer wird auch Hoffnung, Mut, Wille und Tatendrang gezeigt, der sich auch über den Bildschirm auf den Zuschauer überträgt.
Es muss etwas getan werden!
Ein sehr schockierender, bewegender und nachdenklich stimmender Film!
Autorin / Autor: mitsuki.yamamoto - Stand: 14. April 2009