The Cove- Die Bucht

Ein Film über die üblen Machenschaften der japanischen Delfinmafia

Wenn man das Filmplakat sieht, denkt man, dass der Film eine weitere Dokumentation über Delfine ist, vor allem mit tollen Meeresaufnahmen. Aber mit dieser Annahme liegt man weit daneben. Die treibende Kraft hinter dieser Dokumentation ist Ric O’Barry, welcher der Trainer von Flipper war und somit das Multimillardengeschäft mit Delfinarien (Delfin-Shows) in die Gänge brachte. Mittlerweile ist er ein eingefleischter Gegner gegen diese Shows, da diese Gefangenschaft die Delfine durch den Stress tötet. Aber die Delfinshows sind nur ein kleiner Nebenaspekt des Films. Worum geht’s jetzt also wirklich? Die ganzen Delfine in den Delfinarien und Shows müssen ja irgendwo her kommen. Sie werden in Taiji (Japan) gefangen genommen. Da dort von September bis März tausende Delfine aller Arten vorbeikommen, werden diese mit einer Treibjagd in eine Bucht getrieben, wo dann ausgewählt wird. Wenn die Delfine "Glück" haben, wählt ein Delfintrainer sie aus und sie überleben. Aber was passiert mit den restlichen? Dies ist ein gut behütetes Geheimnis der Fischer von Taiji, welches Rich O’Barry mit seinem Team aufgedeckt hat.

Da das Gebiet um die Bucht so was wie ein Sicherheitsgebiet ist, musste Ric O’Barry sich was einfallen lassen. Wie er selbst sagte, suchte er sich in der Ocean’s Eleven Methode mehrere Spezialisten mit denen er dann Kameras und Unterwasseraufnahmegeräte in der geheimem Bucht angebracht hat. Natürlich alles so, ohne von der Polizei oder den Fischern entdeckt zu werden. Was diese Videoaufnahmen dann darstellen, raubt einem den Atem. Man hört das Todesschreien der Delfine und sieht wie die Fischer sie einfach abschlachten.

In der Dokumentation geht es nicht nur um diese Schlachtbilder, sondern auch um die Schwierigkeiten, auf die das Team gestoßen ist, das Schlachten von Taiji bekannt zu machen. Die japanischen Politiker zum Beispiel reden sich immer gekonnt heraus, und wenn man ihnen den Film vom Schlachten zeigt, ist ihnen das egal. Ihnen ist nur das Milliardengeschäft wichtig, das sie mit den Delfinen machen können. Ein lebender Delfin für eine Show bringt sehr viel Geld. Die 23.000 Delfine die getötet werden sind ihnen egal.

Ich könnte noch viel über den Film schreiben. Ich war einfach gepackt von ihm und wurde ihn meiner Überzeugung gestärkt, dass Delfine einzigartige Tiere sind und nicht in Gefangenschaft gehören.

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