Erstmal nur reden und beraten lassen
Man muss sich nicht untersuchen lassen, wenn man noch nicht möchte
In vielen Praxen müssen die Mädchen sich auch noch nicht gleich untersuchen lassen – sie können sich auch nur informieren. Aber Nina möchte es gleich hinter sich bringen. Im Untersuchungszimmer gibt es einen kleinen Untersuchungsraum, hier zieht sich die 17-Jährige um. Dann geht es ab auf den Untersuchungsstuhl. Das ist etwas unangenehm, aber Antonia durfte mit reinkommen und auch eine Arzthelferin ist mit dabei. „Rutsch etwas weiter runter“, fordert der Doc das Mädchen auf und lächelt ihr zu. „Beim Zahnarzt hab ich immer solche Angst, dass meine Frau mir immer die Hand halten muss“, erzählt er – und Nina muss lachen. Vorsichtig tastet er alle Organe ab und macht einen Abstrich. Das ist zwar kalt und zwickt kurz unangenehm, aber „lange nicht so schlimm wie beim Zahnarzt!“, befindet die Schülerin. Na also! War doch gar nicht so schlimm. Dann darf sie sich wieder anziehen – und hat es geschafft.
Ganz zum Schluss bekommt sie das Rezept für eine Minipille, die besonders gut von jungen Mädchen vertragen wird. Falls sie doch Probleme haben sollte, kann sie ihren Doc jederzeit anrufen. In einem halben Jahr soll sie zur Kontrolle wiederkommen. Diesmal mit Mutti und wieder mit der Schwester und ab dem 21. Lebensjahr gehört dann eine regelmäßige Krebsvorsorge zum persönlichen Vorsorgeprogramm. Jetzt atmet Nina auf. Die Premiere in der Praxis hat sie hinter sich.
Autorin / Autor: Tina Groll - Stand: 17. Juni 2008