Klick und Schluss!
Umfrage: Jede/r Zweite hat schon einmal eine Freundschaft im sozialen Netzwerk beendet
Mit einem Klick war´s vorbei: Jede/r zweite NutzerIn eines sozialen Netzwerks hat dort schon einmal eine Freundschaft beendet. Dabei wurde in 43 Prozent der Fälle der Online-Kontakt beendet, weil die Freundschaft auch im realen Leben in die Brüche gegangen war. Das ergab eine aktuelle Umfrage im Auftrag des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM). „Soziale Netzwerke im Internet sind keineswegs die oberflächliche und unverbindliche Scheinwelt, als die sie zuweilen gesehen werden. Sie spiegeln selbstverständlich reale menschliche Beziehungen wider“, sagte Professor Dieter Kempf, Präsident des BITKOM.
Ebenso häufig wie bei realen Streitigkeiten wurde der „Freundschaft beenden“-Knopf betätigt, weil sich jemand von der entsprechenden Person belästigt oder genervt fühlte. Nur in 28 Prozent der Fälle war der virtuelle Freund nicht persönlich bekannt (Mehrfachnennungen waren möglich).
Bei Jüngeren ist die Verzahnung von Online- und Offline-Welt offenbar deutlich stärker als bei Älteren. Von den 30-Jährigen haben 60 Prozent schon einmal virtuelle Freundschaften beendet, über die Hälfte gab an, dass Probleme in der realen Welt der Grund seien. Von den über 50-Jährigen hat bisher nur ein Fünftel schon einmal eine virtuelle Beziehung abgebrochen, und davon wiederum 17 Prozent wegen persönlicher Differenzen.
Im Auftrag des BITKOM befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa 1.001 deutschsprachige Internetnutzer ab 14 Jahren, darunter 468 Mitglieder sozialer Netzwerke. Die Umfrage ist repräsentativ.
Ob solche "Freundschaften" sich allerdings auch genauso schnell wieder kitten lassen, wie sie beendet werden können, wurde in der Studie nicht untersucht. Ehe ihr also eure Finger per Mausklick allzu voreilig Fakten schaffen lasst, sucht doch lieber erst einmal ein persönliches Gespräch. ;-)
Autorin / Autor: Pressemitteilung / Redaktion - Stand: 30. Januar 2012