Journalismus heute
...das bedeutet mehr als nur lesen und schreiben...
Was macht eigentlich die Journalistin von heute aus? Worauf müsst ihr euch gefasst machen, wenn ihr das Schreiben und Publizieren zu eurem Beruf machen wollt? Haben Schreibblock, Kuli und ein gutes Gespür für Worte ausgedient? Entwickelt sich das Berufsbild im neuen Jahrtausend mehr und mehr in Richtung multimediale Artistik? Was versteht man eigentlich unter CrossMedia? Welche Vorraussetzungen brauche ich überhaupt, und für welchen Ausbildungsweg soll ich mich entscheiden?
Antworten auf diese Fragen gab die Veranstaltung "Mehr als nur Lesen und Schreiben - Zukunft der Berufe", die vom "KoordinationsCentrum für Ausbildung in Medienberufen" (aim) durchgeführt wurde. Die Podiumsdiskussion fand im Rahmen des Medienforums NRW statt, der internationalen Medienmesse in Köln. Anne Schulz von aim hatte Vertreterinnen von Ausbildungsstätten eingeladen, damit diese mal erzählen, wie so eine Ausbildung zur zeitgemäßen Journalistin aussieht. Es war nur eine kleine Auswahl, wenn man bedenkt, dass es über 1000 Ausbildungsmöglichkeiten auf diesem Gebiet gibt.
Was braucht eine Journalistin heute?
"Vor allem Mut und Selbstmanagement", betonte Herr Ludwig von der Kölner Journalistenschule. Der Beruf sei eine Dienstleistung, die sich gleichermaßen an LeserInnen, HörerInnen und ZuschauerInnen richte. Dazu gehöre die Fähigkeit, Themen zu finden, Kontakte zu knüpfen, kritisch zu sein und die gesammelten Informationen in einer verständlichen Art und Weise den Menschen nahe zu bringen. Besondere Aufmerksamkeit wurde auch auf die Anforderungen an Online-JournalistInnen gerichtet. Der mit dem Internet geborene Beruf hat unter den "Print-Leuten" immer noch ein schlechtes Image. Als "2. Klasse- oder Copy&Paste-Journalismus" wird er gerne belächelt. Dahinter stehen natürlich auch Ängste, denn Print-Journalismus hat im Medienzeitalter einen schweren Stand.
CrossMedia
Von den BerufseinsteigerInnen wird nicht nur eine fundierte Schreibausbildung verlangt, zum "Handwerk" gehört mittlerweile auch die Medien-Technik. Entweder Hörfunk, Fernsehen oder Internet, am liebsten sind aber Fähigkeiten und Kenntnisse in allen drei Bereichen gesehen. Wer weiß, wie ein Radiobeitrag geschnitten wird, schon mal in eine Fernsehredaktion geschnuppert hat oder ein paar Computerprogramme beherrscht, hat die besten Chancen, in dem Beruf Fuß zu fassen und die Eintrittskarte in die CrossMedia-Welt in der Hand.
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Autorin / Autor:
Rosi Stolz - Stand: 20. Juni 2002