China – 14 Tage unterwegs im Reich der Mitte

Ein gigantischer Urlaub in einem gigantischen Land

Mein Urlaub dieses Jahr war ein ganz besonderes Erlebnis. Zusammen mit meinen Eltern und einer Reisegruppe reiste ich zwei Wochen durch China. Jetzt nach diesen 14 Tagen bin ich voller Eindrücke und Impressionen von diesem riesigen Land. Festgehalten in Fotos, in meinem Tagebuch und in meinen Erinnerungen. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll.


Gleich bei meinen ersten Schritten in Beijing habe ich festgestellt, dass China ein Land der riesigen Dimensionen ist. Allein schon die Fläche von Beijing ist ungefähr so groß wie Schleswig-Hohlstein. Dass China eines der bevölkerungsreichsten Länder der Erde ist, merkt man auch sofort. Wenn man am Wochenende Sehenswürdigkeiten besucht, wuselt es nur so von ChinesInnen. Die große Mauer war ganz weiß vor Menschen. Das war krass. Außerdem sind ChinesInnen richtige "Herdentiere". Sie gehen immer da hin, wo möglichst viele sind, da das bedeutet, dass es dort was zu sehen ist, was nicht immer der Fall sein muss. ;-)


Auf dem Yangtze, dem längsten Fluss Asiens, haben wir eine Flusskreuzfahrt unternommen. Wir sind durch die drei Schluchten, am Staudamm-Projekt vorbei bis kurz vor Shanghai gefahren. Das Staudamm-Projekt sorgt für viel Wirbel, auch hier in Europa. Wenn der Yangtze 2009 mit dem Damm gestaut wird, wird viel von der einmaligen Landschaft in den drei Schluchten überflutet werden. Aus diesem Grund mussten ca. eine Million ChinesInnen umgesiedelt werden. Ein weiterer Nachteil des Staudamms ist der befürchtete Klimawandel. Aber für die chinesische Regierung zählen die Argumente Stromerzeugung (ca. 10 % von Chinas komplettem Strombedarf), Hochwasserschutz und bessere Schiffbarkeit mehr als die Bedenken.


Der Yangtze unterteilt China auch in Nord- und Südchina. Er bildet auch die Heizungsgrenze, unabhängig von der Temperatur. Nördlich vom Yangtze gibt es Zentralheizung und südlich von ihm nicht, obwohl es dort im Winter auch unter null Grad haben kann. Deshalb nahmen die Chinesen früher Bambusstangen mit ins Bett. Warum wohl? Ganz einfach.  Damit sie den Fernseher vom Bett ausmachen konnten, die Fernbedienung war nämlich noch nicht erfunden ;-).


Abseits der großen Touristenstrecken, sieht man ein total anderes China. Menschen, Fahrräder, Rikschas, Autos, LKW, Busse und Motorräder teilen sich eine Straße. Erstaunlich, dass bei diesen Fahrstilen so wenig Unfälle passieren. Dort wird auch noch die Wäsche im Fluss gewaschen und der Reis noch per Hand geerntet und mit alten Maschinen verarbeitet. Langnasen (alle Menschen, die keine AsiatInnen sind) sind eine Seltenheit. Eine junge Deutsche wie ich, dann gleich doppelt. Die Fußball-WM hat uns Deutsche aber bei den Chinesen beliebt gemacht.


Eine weitere faszinierende Stadt ist Shanghai. Man kann Shanghai auch als Chinas Tor zum Westen bezeichnen. Am meinstem haben mich dort die Hochhäuser beeindruckt. Besonders bei Nacht. Auf dem Bild bin ich mit dem stylischen Lizzynet-Schirm vor der Skyline von Shanghai zu sehen.


Zum Schluss fuhren wir noch mit einem deutschen Exportschlager zum Flughafen von Shanghai mit der Geschwindigkeit von 431 km/h. Und das ist noch nicht mal die Höchstgeschwindigkeit vom Transrapid. Er kann nicht schneller werden, da die 30 km Strecke zu kurz ist. Hier werden einem auch wieder die Gegensätze in China deutlich. Auf der einen Seite High-Tech und auf der anderen Seite Armut am Existenzminimum.


Mittlerweile bin ich schon wieder 1 ½ Wochen in Deutschland und die zwei Wochen China kommen mir wie ein Traum vor. Zum Glück hab ich meine vielen tollen Fotos mit denen ich mich immer wieder erinnern kann. :-)

Autorin: Delfin13 - Stand: 19. September 2006
 
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