Rock-a-Field 2007
Rockipfi hat die Luxemburger Wiesen gerockt!

Der 24. Juni 2007 – es sollte einer der schönsten Festivaltage in diesem Jahr werden.
Morgens wachten wir fünf Hessen in der Rheinland-Pfalz auf, darunter meine beste Freundin und drei weitere Freunde. Wir hatten in einem Ferienhaus übernachtet, um morgens schon früh aufzustehen, damit wir uns auf den Weg zu dem Rock-a-Field Festival in Roeser machen konnten. Das ist auch der Grund, weshalb ich den Bericht schreibe – das kleine Festival, das circa 18.000 andere Besucher mit uns geniessen sollten.
Charmante Luxemburger am Start!
Allerdings zog sich das Aufstehen dann doch ziemlich in die Länge, da in dem kleinen Ferienhaus in der Eifel sehr spät die Lichter ausgingen. Wer kennt das nicht – lange Gespräche mit Freundinnen, teilweise sehr sinnlos, sehr lustig oder spannend. Sehr träge, doch trotzallem sehr euphorisch mampften wir alle unser Frühstück. Sachen packen, Brötchen schmieren (lassen), hektisch auf und ab laufen, in das Auto steigen; Luxembourg, wir kommen. Je näher wir dem Ziel kamen, desto mehr entdeckten wir hin und wieder kleine Gassen, die stark an Frankreich erinnerten. Für einen notorischen Fernweh-Haber, wie ich es einer bin, war mein Drang in die Ferne zu fahren zunächst gestillt. Und endlich war es so weit, und wir sahen die ersten Schilder, auf denen das A abgebildet war, dem wir folgen sollten, um zu dem Festival zu gelangen. Jedoch irrten wir Stunden im Auto umher und fuhren ständig im Kreis. Wenn ein Mensch auf der Straße zu sehen war, blieb uns nichts anderes übrig als auszusteigen und diesem hinterherzurennen. Total begeistert von dem Akzent der Luxembourger folgte ich meist nicht den Beschreibungen, um dann ohne jegliche hilfreiche Informationen aber einem freudestrahlenden Gesicht und den Worten "Ich liiiiiebe Luxembourger!" wieder zurück ins Auto zu steigen. Bei dem letzten Menschen, dem wir auf
der Straße hinterherrannten, konzentrierte ich mich sehr und widerstand dem luxembourgischen Charme der meist gutaussehenden Männern.
Hüpfen, grölen, zelebrieren
So näherten wir uns unserem langersehnten Ziel. Die Aufregung stieg. Nach dem Finden eines Parkplatzes, einer Fahrt im Shuttlebus und einem längeren Marsch durch den Wald standen wir vor dem Eingang. Der Securitymann, der die Brezel, die ich in meiner Jackentasche versteckt hatte, entdeckte und mir grinsend mitteilte, dass Brezeln auf dem Festivalgelände erlaubt seien, und ich sie nicht hätte verstecken brauchen, erklärte mich für ungefährlich und ließ mich durch. Die mir bis zu dem Zeitpunkt unbekannte Band ART BRUT spielte bereits und überzeugte schon nach einigen Sekunden, ließ mich und meine beste Freundin krankhaft durch die Gegend hüpfen und den unbekannten Text mitgröhlen. Nach einigen Minuten war unser Energiepensum erschöpft und wir legten uns auf die Wiese. Die nächste Band, die spielen sollte, war JULI. Also rafften wir müden Mädchen uns wieder auf, um zu den Klängen zu hüpfen, mitzugröhlen und "unser Lied" zu zelebrieren.
Danach spielte.. dadadadaaaam...BILLY TALENT und schon wieder wurde sich ausgepowert. Es war mit Worten nicht mehr zu beschreiben und machte unglaublich viel Spaß. Es folgten THE HIVES, QUEENS OF THE STONEAGE (welche auch mit QOTSA abgekürzt werden) und zu guter letzt THE KILLERS, auf die wir uns auch den ganzen Tag freuten. Bis zu den ersten Klängen von THE KILLERS hielt sich das Wetter sehr gut und die Sonne wärmte unsere kleinen Rockerherzen. Als das Konzert beendet war, begann es zu regnen und zu blitzen, und wir bewegten uns mit den Menschenströmen, die alle zu den Shuttlenbussen wollten. Um vier Uhr waren wir dann endlich zurück in Hessen, und ich schlief mit einem schönen Gefühl im Bauch ein, und dem Vorhaben, nächstes Jahr wieder zu Rock-a-Field zu fahren. Diesmal werde ich das Festivalgelände auch schneller finden.
Autorin: rockipfi - Stand: 29. Juni 2007