Fliege Pajarita, fliege durch die Welt! Teil 2
Sabrinas Reise durch Lateinamerika, wo sie Spuren hinterließ, Freunde fand und mehr als eine Touristin war.

Was ich nach einem Jahr Reisen mitgenommen habe
Ich bin dankbar für die Nähe zu alldem, die mir geholfen hat, die Selbstverständlichkeit unseres luxuriösen Lebens zu hinterfragen, Zusammenhänge besser zu erkennen und sensibel und respektvoll mit meinen Mitmenschen umzugehen, egal woher und aus welchem kulturellen Kontext sie kommen. Ich bin anders und das ist gut so, denn ich konnte mich annähern und an so vielen Orten etwas, sei es nur eine Geschichte, hinterlassen.
Blick hinter die Kulissen
Bitte verstehe mich nicht falsch. Ich verurteile den Tourismus und Urlauber nicht. Ich verstehe auch, wenn Leute einfach am Strand abspannen wollen und das am Besten mit einem guten Roman in der Hand. Dass dadurch die Wirtschaft in einigen Regionen angekurbelt wird.
Doch habe ich für mich entschieden, dass es spannender ist, Überraschungen zu erleben, neue Orte zu entdecken, nur einen Rucksack dabei zu haben, bei Familien als Gast zu wohnen, einfach auf einer Busfahrt mit den Nachbarn reden zu können. Kurzum, als Reisende ein wenig hinter die Kulissen zu schauen.
Und jetzt?
Das war sicher nicht meine letzte Reise, schließlich warten meine FreundInnen in Peru, Ecuador, Venezuela, Nicaragua, Guatemala und Mexiko sehnlichst auf mich. Wieder in Deutschland angekommen ist meine Reise nicht zu Ende, sie geht einfach weiter. Das nächste Abenteuer wird mein Studium in Berlin sein. Ich bin gespannt.
Edwin aus Peru nennt mich bis heute "Pajarita" (übersetzt: Vögelchen), wegen meines nicht enden wollenden Fluges, auf dem ich an jedem Ort einen Teil von mir hinterlasse. Solange, bis ich an der Stelle angekommen bin, an der ich mich niederlassen möchte.
Autorin: Sabrina - Stand: 28. August 2007