In 72 Stunden die Welt ein bisschen besser machen!

Wie man Spaß haben und gleichzeitig Gutes tun kann

Am 17 April bekamen in meinem ganzen Bistum, dem Bistum Hildesheim, Jugendgruppen soziale Aufgaben. Insgesamt waren es 80 Gruppen, die z.Bsp. eine Klettergerüst für eine Spielplatz bauen, einen Kindergartenkeller renovieren oder ein Blumenbeet im Altersheim neu gestalten mussten. Ich gehörte auch so einer Gruppe an, nämlich den "Weltbessermacher" von der KSJ (Katholische Studierende Jugend). Als wir unsere Aufgabe bekamen, wurde gleichzeitig ein großer Schock mitgeliefert. Wir sollten in nur 72 Stunden 2.500 Euro zusammenbekommen und dabei auch noch auf Kinderarmut in meiner Stadt aufmerksam werden. Dabei hatten wir uns alle auf eine handwerkliche Aufgabe eingestellt und schon Regenjacken, Gummistiefel und Werkzeug im Gepäck. Uns schien das diese Aufgabe eine Nummer zu groß. Aber wir waren auch ehrgeizig und wollten es unbedingt schaffen. Also begannen wir im Kleinen. Noch am selben Abend liefen wir in verschiedene Supermärkte und baten um Sachspenden wie Mehl, Milch, Zucker und Eier um Kuchen backen zu können. Die ganze Nacht über standen wir in der Küche und haben gebacken. Am nächsten Morgen wurden wir dann auch noch von Müttern mit Kuchenspenden versorgt. Voll bepackt zogen wir in die Schulen im näheren Umkreis, um unsere Ware an den Mann zu bringen. In verschiedenen kirchlichen Institutionen wechselte unser Kuchen ebenfalls schnell die Besitzer.

Spaß haben und nebenbei was für andere tun
Während ein Teil unterwegs war, waren die anderen nicht untätig gewesen. Unzählige Flyer wurden etworfen und gedruckt, Spendendosen beklebt und Ideen gesammelt. Ein Teil von uns begab sich nun in die Innenstadt zum Sammeln, andere gingen in größere Geschäfte. Dort wurde ein "Werbedeal" gemacht. Wir versprachen auf T-Shirts den Namen der Geschäfte zu drucken und diese bei der Messe am nächsten Tag zu tragen. Als Gegenleistung sollen sie für unsere Aktion spenden. Außerdem organisierten wir besondere Sachen, an die man sonst nicht so ohne weiteres ran kommt. Wie z.B. eine Führung durch die Katakomben. Letzten Endes halfen uns auch Aktionen wie ein Benefizkonzert im Altersheim oder Arbeit als Kuchenkurier weiter. Nach drei Tagen konnte wir stolz nicht nur 2.500 sonder 4.000 Euro vorweisen. Natürlich hatten wir auch alle super viel Spaß dabei. Nicht zuletzt weil wir eine richtig tolle Gruppe waren und richtig zusammengewachsen sind. Ich glaube schon alleine aus dem Grund, hat es sich auf jeden Fall gelohnt mitzumachen. Wenn man gemeinsam was erreicht, was man sich sonst nicht zu träumen gewagt hat, ist das schon eine richtig gutes Gefühl. Und wenn man dann noch feststellt, dass man sogar noch etwas für andere , ganz nebenbei getan hat, und so viel Spaß hatte, dann ist sozial sein auf einmal gar nicht mehr so schwer.


Autorin: missmarie - Stand: 4. Juni 2008
 
Login


Mit dem Login akzeptiere ich die


 
Informier dich!
Newsletter LizzyNet

Immer auf dem Laufenden sein

 
Mädchen schreiben
Schreib mit!

Hier schreiben die Mitglieder...

 
Vernetz dich!
Logos von Twitter und Facebook

LizzyNet ist auch auf

 
Stichworte