Köln: Besichtigt!

Vom 09. bis zum 13. Juni unternahm rabja eine Klassenfahrt nach Köln. Für LizzyNet schildert sie ihre Erlebnisse.

Kölner Dom mit dem Rhein im Vordergrund
Rheinpanorama mit Dom

Tag 1:  Sengende Hitze, Dom und Fussball

"Das ist also Köln", denke ich, als wir bei unserer krankenhausähnlichen Jugendherberge, nur zwei Straßenbahnstationen vom Dom entfernt, ankommen. Die Rollkoffer werden zum Eingang gezogen, wo schon eine andere Klasse auf die Schlüssel zu ihren Zimmern wartet. Zufällig handelt es sich bei dieser Schülergruppe um eine Klasse aus unserer Stadt, von der wir sogar einige kennen. Nach etwa zehn Minuten dürfen wir unsere Unterkünfte besichtigen. Ich teile mir mit fünf anderen Mädchen ein ganz ordentliches Zimmer mit einem Waschbecken und einem Bad, bestehend aus einer kleinen Dusche und einer Toilette.

Eine Stunde haben wir Zeit uns einzurichten, dann geht's an diesem sengend heißen Tag schon weiter zum Kölner Dom. Eine halbe Stunde marschieren wir am Rheinufer entlang und die Sonne verbrennt uns die Haut. Bis wir endlich diese ewige Baustelle vor uns haben, ist schon jegliche Lust aufe eine Besichtigung verloren. Aber nicht nur Besichtigung, nein, wir steigen tatsächlich die 509 Stufen bis zur Spitze hinauf, während sich einer unserer Lehrer verdrückt hat, um angeblich Blasenpflaster zu besorgen! Auch wenn ich mich zuerst gegen die vielen Treppen gesträubt habe, ist der Ausblick von ganz oben doch atemberaubend. Viel zu schnell steigen wir wieder hinab. Einmal noch im Souvenirladen umgesehen und schon fahren wir mit der Straßenbahn zurück zur Herberge. Für den Rest der Woche bekommen wir eine Fünf-Personen-Fahrkarte.

Um acht Uhr fahren wir zu einem Biergarten am Rhein, um uns das Niederlande-Italien-Spiel anzusehen. Wenigstens wird uns gnädigerweise erlaubt, uns von der Gruppe zu entfernen - solange wir um 23:00 Uhr zurück in der Herberge sind. Meine Freundinnen und ich nutzen die Zeit für eine Fotosession á la "Germany's Next Topmodel" und lachen uns dabei kaputt.

Der Dom

Tag 2: Päpste, Hexen und zur Belohnung Shoppen

Nach einem recht zufriedenstellenden Frühstück sind wir auf dem Weg zur sogenannten "Krimitour" durch Köln. Die nette Touristenführerin erwartet uns auf der Domplatte und erzählt uns sogleich etwas über den Raub des Domschatzes in 1975, wie leicht man ihn hätte verhindern können und wie lange es dauerte, bis er wieder vollständig in der Domschatzkammer lag.

Weiter geht's mit den Päpsten des Mittelalters, die sich grausame Todesstrafen für Sünder und Ketzer ausdachten (Baden in siedendem Öl beispielsweise), über die Hexenverbrennungen, die in Köln ein Ende fanden, als ein 10-jähriges Mädchen als Hexe zum Tode verurteilt wurde (allerdings waren Verbrennungen erst ab 12 Jahren gestattet, zwei Jahre lang musste das arme Kind im Gefängnis ausharren), bis hin zu zahlreichen Kopien des Duftwässerchens "Farina", welches als eines der ersten Produkte dem Raubkopierschutz unterlag.

Dann endlich dürfen wir shoppen gehen! Zweieinhalb Stunden schlendern wir durch die Innenstadt und decken uns mit Souvenirs zu. Den Rest des Tages faulenzen wir.

 

Lies weiter, was rabja in Köln erlebt hat

 
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Teure Schokolade, fiese Würste und das Kroatien-Spiel

Autorin: rabja - Stand: 3. Juli 2008
 
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