Der ultimative Festival-Knigge!

Lasst euch von einer alten Wackianerin ein paar Tipps geben!

Wacken Open Air Festivalgelände
Festivalgelände vom Wacken 2008

Hurra! Die Festivalsaison ist eröffnet. Nichts ist cooler als mit Anderen zu zelten und dann noch alle Lieblingsbands auf einen Haufen zu sehen! Doch Vorsicht, schnell tappt man in Fallen und Fettnäpfchen, die vermieden werden können.

 

Auf dem Konzertgelände

 

Bändchen: Sie sind eure Eintrittskarte für das ganze Wochenende und werden mindestens ein Jahr getragen!

Denk dran: Trinkflaschen sind nicht erlaubt! Also, trinke vorher genug oder kaufe dir einen Trinkschlauch oder genügend Tetrapacks. Trinkschläuche und Tetrapacks gelten nämlich nicht als potentielle Wurfgeschosse. Das Gute dabei ist, du hast immer genug Wasser dabei und musst nicht die meist überteuerten Getränke auf dem Konzertgelände kaufen. Deo und Taschenmesser lasst ihr natürlich auch direkt im Zelt oder Auto.

Im Kessel: Der Kessel ist die Masse vor der Bühne. Und da kann es schon mal richtig kochen! Achtet darauf, dass ihr vorher genug gegessen und getrunken habt, bevor ihr euch in den Kessel stürzt! So vermeidet ihr Schwächeanfälle. Die können übel enden, wenn ihr euch mittendrin befindet!

Auf dem Kessel: Macht euch bewusst, dass Mädels beim Crowd-Diving meistens nur "begrabscht" werden. Die Jungs drehen euch flugs um, so dass ihr auf dem Bauch liegend über die Masse getragen werdet. Wenn es euch nichts ausmacht, viel Spaß! Das Crowd-Diving kann euch aber auch schnell aus brenzligen Situationen helfen! Wenn ihr euch zu sehr beengt fühlt, lasst euch zu den Securities tragen!

Nur in Gruppen: Am meisten Spaß macht es doch, wenn man mit Freunden ein Konzert genießt. Versucht in Gruppen ab fünf Personen zusammen zu bleiben. Das schützt euch vor unangenehmen Zusammenstößen mit betrunkenen Menschen. Und wenn einer von euch etwas passieren sollte, können immer noch zwei Mädels bei ihr bleiben und zwei Mädels Hilfe holen!

Merchandising: Verkneift euch auf dem Festivalgelände lieber den Kauf von CDs, T-Shirts etc. Die bekommen nämlich schnell Beine und sind dann verschwunden! Gebt das Geld lieber für 'ne Currywurst oder für 'nen Salatdöner aus!

Ohrstöpsel: Sollten niemals im Gepäck fehlen! Habt ihr sie dennoch vergessen, macht euch kleine Taschentuchkügelchen in die Ohren, wenn ihr zu nahe am Boxenturm steht!

Helga, Timmeäeäy und Co.: Keine Sorge, wenn ihr diese Namen hört, wie sie übers Gelände geschmettert werden, werden diese Menschen nicht gesucht. Schreit dann einfach laut genug den Namen zurück. Da springt das Herz des Festivalianers immer etwas höher! Das ist Tradition! Der Ursprung ist jedoch nie ergründet worden. XD

 

Rund ums Gelände

 

Dixie-Klos: Achtet auf den Dixie-Klowagen! Der fährt eigentlich den ganzen Tag rum, um die Toiletten zu säubern. So vermeidet ihr die schlimmsten Überraschungen. Geht auch immer im Rudel zu den Dixies, um zu verhindern, dass ihr umgeschmissen werdet! Das wäre wirklich kein schönes Erlebnis!

Maisfelder und Co.: Und tut euch selbst einen Gefallen: Meidet die Felder in der Umgebung bei Nacht, um euch zu entleeren. Da liegen viele unangenehme Tretminen rum... Und wenn ihr keine Übung im Hockepinkeln habt, lasst es euch beibringen! Das kann Leben retten! XD

Nach der Musik: ...werden oft viele Partys gefeiert. Gesellt euch zu einem Grüppchen dazu und diskutiert wild über den Tag und habt Spaß! Vergesst bloß nicht, wo euer Zelt ist! XD Ganz wichtig, wenn ihr von einem Thema keine Ahung habt, stellt keine blöden Fragen in die Runde, stuppst lieber eine Person eures Vertrauens an und fragt nach. Das erspart euch unangenehme "Da ist aber noch jemand grün hinter den Ohren"-Phrasen oder Schlimmeres. Nehmt keine selbstgedrehten Kippen an und bleibt bei euren Getränken. Dann kann euch nichts passieren! Am wichtigsten ist und bleibt immernoch: Bleibt bei eurer Gruppe!!!

 

Im und rund ums Zelt

 

Ernährung: Es geht doch nichts über Dosenravioli! Kauft euch zusammen einen kleinen Gaskocher bei dem Ausrüster eures Vertrauens. Papier abfriemeln, Deckel auf und erhitzen und dazu ein bis acht Scheiben Toast. LECKER! Äpfel und Birnen werden auch nicht schnell schlecht und passen immer in die Tasche! DOSENÖFFNER NICHT VERGESSEN!

Fähnchen: Pappt an euer Zelt - wenn möglich - eine auffallende Fahne, so findet ihr es auch im größten Trubel wieder. Ja, das machen alle, also nehmt etwas RICHTIG AUFFÄLLIGES wie einen grellen Stofffetzen oder ähnliches.

Mückenzeugs: Braucht ihr eigentlich nicht, weil die ganze Luft so mit Alkohol getränkt ist, dass die Viecher gar nicht erst kommen. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann sich ja was mitnehmen!

Schlafen: ...solltet ihr natürlich im Zelt auf Isomatten oder Luftmatratzen! Prüft euer Material am besten ein Wochenende vorher, damit ihr nichts vergesst. Auch das Zeltaufbauen sollte gekonnt sein, sonst seid ihr Freiwild für unangenehme Machoparolen!

Schlafsack: Er ist die mobile Umkleidekabine. Reine Übungssache! Um die Unterhose zu wechseln legt euch am besten auf den Rücken, dann den Hintern hoch und runter mit der Hose. Das sieht echt keiner, wenn ihr das im Schlafsack macht. Das Anziehen funktioniert genau so, bloß andersrum! ;o) Oberteile wechseln ist im Liegen auch kein Problem. Wenn ihr euch unsicher seid, macht zu Hause ein paar Trockenübungen!

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Streifzüge

Autorin: Friederike - Stand: 3. Juni 2009
 
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