Der Wissenschaftszug
Der bunte, 300 Meter lange Zug mit den zwölf Wagons fährt durch insgesamt 60 Städte. Wir, die Klasse 9b vom Bertha-von-Suttner-Gymnasium, hatten das Glück, ihn uns im Hauptbahnhof Ulm ansehen zu können.
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| Der Wissenschaftszug |
Zugegeben, bevor wir uns das Ganze aus nächster Nähe angeschaut haben, hatten wir keinen blassen Schimmer was uns erwartete oder auch nur die leiseste Ahnung davon, was es dort zu entdecken gab.
Das änderte sich aber schnell dank unserer Führerin, die uns im Wagon 12, dem so genannten Mitmachlabor, alles genauestens erklärte und einige Aufgaben zum Experimentieren bereithielt. An den Vierertischen stand jeweils immer ein Becher Wasser, das dachten wir zumindest – denn als uns die Mitarbeiterin aufforderte, einmal genauer hinzusehen oder gar hineinzufassen, wurde schnell klar, dass es eben kein ganz normaler Becher Wasser war.
Experimente mit Superabsorberpulver
Nach einigem Fischen hielt jeder von uns eine glitschige, durchsichtige Kugel in der Hand. Das waren Absorber, die es normal als kleine Kügelchen zu kaufen gibt und die mit Wasser voll gepumpt (sie absorbieren das Wasser) solche große, wabbelige Kugeln ergaben, die es übrigens beim Wicky zu kaufen gibt (Nein, diese Werbung wurde nicht bezahlt). Wir waren alle ziemlich verblüfft über diesen Effekt und machten uns gleich an die Aufgaben, in denen wir ein Superabsorberpulver (klingt doch voll cybermäßig, oder?) bekamen und testen sollten, wie viel Wasser es schlucken konnte, bis es sich verflüssigte. Obwohl das Ergebnis des voll gepumpten Superabsorberpulvers (ich liebe dieses Wort) so aussah wie ein Slush vom Back Factory oder das Crushed Ice vom Burger King, erläuterte uns die Mitarbeiterin, dass das von uns erschaffene Gebilde leider nur schwer verdaulich und nicht zum Verspeisen geeignet sei. Schade eigentlich, ich schwöre es sah genau so aus.
Anschließend an unsere Eigenversuche durften wir die gesamte Ausstellung des Science Express selbstständig erkunden. Los ging es mit dem ersten Wagon, in dem dargestellt wurde, worum es hier im Wissenschaftszug eigentlich ging: Die Zukunft, die wir verändern können, die Zukunft, wie sie einmal sein könnte.
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| Die Roboterhand |
Was ist die Grundvoraussetzung für Leben?
Weitaus spannender wurde es aber noch: Denn schon im nächsten Abteil wurden wir mit all den Fragen der Menschheit zum Thema unseres Lebens auf der Erde und anderer Planeten konfrontiert. An den Wänden standen zahlreiche Informationen, wie zum Beispiel ein kleiner Bericht über die Grundvoraussetzung zum Leben eines Planeten (es ist flüssiges Wasser). Was wir sonst nur aus Science-Fiction Filmen kennen, entpuppt sich als gar nicht mal so weit weg gedacht. Denn Forscher haben schon Eis auf dem Mars entdeckt, was bedeutet, dass es vor Millionen von Jahren vielleicht Leben auf dem Mars gab. Zudem gab es in jedem Wagon Bildschirme mit Videos zum Thema des jeweiligen Wagons und noch viele andere Materialien zum ausprobieren.
Und auch im folgenden Wagon warteten wieder zahlreiche Infos auf uns. Diesmal wurde über den Teilchenbeschleuniger und seine Technologie berichtet. Den vierten Wagon fand ich sehr sehenswert, da es um unser menschliches Gehirn und seine Leistungen ging. Die Informationstexte auf den Wänden erzählten von Möglichkeiten, in Zukunft Gedanken von anderen Menschen zu lesen. Es war sehr faszinierend, dass tatsächlich all die ganzen Mythen über Übernatürliches mit Hilfe der Wissenschaft wahr werden konnten. Auch sahen wir einige Roboter und lasen darüber, dass sie aus der Industrie nicht mehr wegzudenken waren und dass es bei der Kommunikation zwischen Mensch und Roboter noch hapert.
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Autorin: Jasmin Braun - Stand: 28. Juli 2009