Jetzt will ich erst recht Modefotografin werden
Ein Tag beim Fotoshooting für einen Online-Shop

Die 17-Jährige Patrizia aus Altenstadt möchte Modefotografin werden. Einen Tag lang durfte sie in Frankfurt, in den Fotostudios von neckermann.de hinter die Kulissen schauen, zusehen wie die Bilder für den aktuellen Katalog entstehen und auch selbst Hand an die Kamera legen.
Was sie erlebt hat, erfahrt ihr hier:
"Du fährst nach Frankfurt, ins größte Fotostudio Europas!" sagte meine Mutter als ich am Nachmittag nach Hause kam. Sie erklärte mir, dass sie bei dem Gewinnspiel "die möglichmacher von neckermann.de erfüllen Wünsche" heimlich teilgenommen hat. Jetzt durfte ich einen Tag im Fotostudio des Online-Shops verbringen. Ich durfte auch noch zwei Freundinnen mitnehmen. Da meine Mutter das schließlich für mich gewonnen hatte, wollte ich sie auf jeden Fall mitnehmen und meine Freundin Selina. Natürlich habe ich mich riesig darüber gefreut, da ich später einmal unbedingt Fotografin werden will. Am 16.6. war es dann soweit. Nach drei Stunden Zugfahrt kamen wir endlich in den Fotostudios in Frankfurt an.
Ist es wirklich so stressig als Model?
Wir hatten eine eigene Kabine, in der Essen und Trinken für uns bereit standen. Anschließend durften wir bei einem Fotoshooting für den nächsten Katalog zusehen und auch dem Fotografen und den Models so viele Fragen stellen wie wir wollten. Was mich vor allem interessiert hat war, ob das wirklich so stressig ist als Model, die reisen ja total viel in der Gegend rum. Ein französisches Model meinte, es wäre sehr schwierig eine Beziehung zu haben, weil man selten Zuhause ist. Aber trotzdem hatten sie viel Spaß und sahen vor allem super aus.
Tipps vom Fotografen
Der Fotograf hat mir ganz viele Tipps gegeben. Zum Beispiel fotografiert man Menschen immer hochkant und Landschaften immer quer. Wenn man einen Menschen fotografiert, sollte man ihn vor eine dunkle Leinwand stellen, damit man danach die Kontraste verändern kann. Ich konnte zuschauen, wie das danach am Computer gemacht wurde. Wir haben echt viel über den Ablauf eines professionellen Fotoshootings gelernt, wie die Models stehen müssen, welches Licht man benutzt oder wie oft der Stylist nachpudert.
Andere zu fotografieren ist mehr was für mich
Nach dem Fotoshooting für den Katalog durften wir uns in der Requisite umsehen. Uns wurde erklärt, dass ALLES was im Katalog zu sehen ist, von Spielsachen über Möbel und Bademode, in den eigenen Studios fotografiert wird. Nach dem Mittagsessen durfte ich das Set zusammenstellen, passend zu dem von mir ausgesuchten Thema Zirkus. Dafür hatten wir eine riesige Auswahl. Zur gleichen Zeit wurde meine Freundin Selina neu eingekleidet und von einer Visagistin zur Zirkus-Ballerina umgestylt. Sie hatte ein rosa Kleid an und Puppenlippen. Sie sah ganz anders aus. Dann durfte ich sie mit Hilfe eines Profi-Fotografen ablichten. Der Fotograf hat mir gezeigt, welche Perspektiven am besten aussehen und wie ich das mit dem Licht machen muss. Als Hilfsmittel für die Bilder dienten uns unter anderem eine Schaukel, die wir aus der Requisite geholt hatten und Seifenblasen. Währenddessen wurde schon meine Mutter von der Visagistin in einen Zirkusclown verwandelt und anschließend fotografierte ich sie ebenfalls. Dann übernahm meine Freundin Selina die Kamera. Ich wurde von den Stylisten in einen Zirkusdirektor verwandelt und war dann selber mal Model. Das hat auch Spaß gemacht, aber andere zu fotografieren ist mehr was für mich. Nachdem ich jetzt auch weiß, dass es da eine Ausbildung gibt und man das sogar studieren kann, will ich das noch mehr werden. Allerdings hat der Fotograf auch gesagt, dass vor allem Modefotografen nicht viel Tageslicht sehen, weil sie ständig in Studios sind. Aber das hat so viel Spaß gemacht, da ist das egal, ich will trotzdem Fotografin werden.
Autorin: Patrizia - Stand: 8. Juli 2010