Unser Straßenkinderprojekt
Auch heute gibt es noch Straßenkinder, doch man kann ihnen helfen!

Meiner Meinung nach wird dem Thema Straßenkinder auch heute noch zu wenig Beachtung geschenkt. Kinder die auf der Straße leben, die 12 Stunden am Tag für einen Mindestlohn arbeiten müssen ?! Gibt es so etwas denn noch? Das wurden wir immer wieder gefragt, als wir bummelnde Menschen um eine kleinen Spende baten. Wir - das waren unsere Lehrerin und ungefähr 10 Schüler und Schülerinnen, die sich das Straßenkinderprojekt nannten. Immer wieder sind wir durch die Straßen gezogen und haben den Menschen gezeigt, unter welchen Bedingungen diese armen Kinder in Entwicklungsländern leben müssen. Oft standen wir kurz vor Weihnachten in der eisigen Kälte und liefen uns die Füße ab. Wir führten solche Aktionen oft in den kalten Monaten durch, da die Menschen in dem Gedanken an ihr warmes Zuhauses immer gern etwas mehr geben.
Für welchen Zweck?
Das gespendete Geld gaben wir dann abwechselnd den Organisationen Terre des hommes, Casa Alianza und Amnesty International, die es dann wiederum für neue Schulen, Waisenhäuser etc. einsetzen. Wegen unseren vielen Einsätzen und Spenden bekamen wir den dritten Preis vom Lionsclub Freiburg überreicht. Dieser Preis beinhaltete 500 Euro, mit denen wir noch mehr Gutes tun konnten.
Das Leben der Straßenkinder
Nach der geschätzten Zahl von Terre des hommes gibt es in Deutschland ca. 9000 Kinder ohne ein Dach über dem Kopf und ca. 80 Millionen auf der ganzen Welt.
Kinder werden verkauft!
Oft werden die Kinder von ihren Eltern an Firmeninhaber verkauft. Diese versichern den Eltern den Lohn ihrer Kinder zu schicken. Sie versprechen den Minderjährigen 1-2 Tage in der Woche frei zu geben, eine Schulbildung, genug Essen und einen Schlafplatz. Doch das sieht später ganz anders aus. Die Kinder müssen 12 oder mehr Stunden schwerste Arbeit verrichten. Sie bekommen oft keinen Lohn oder höchstens einen Mindestanteil. Freie Tage gibt es nicht, eine Schulbildung schon gar nicht. Essen gibt es in kleinen Mengen und geschlafen wird in einer Kammer mit 10-15 Gleichgesinnten. Wer versucht zu fliehen, wird ohne Zögern erschossen! Das ist die traurige Wahrheit, der sich die Eltern später auch stellen müssen.
Kinder werden ausgesetzt!
Andere Mütter und Väter setzen ihre Kinder einfach aus in der Hoffnung, dass sie schon irgendwie klar kommen. Diese werden dann oft von anderen Ausgesetzten, Unterachtzehnjährigen gefunden und in einer Bande aufgenommen, aber auch hier gelten keine normalen Bedingungen. Die älteren unter ihnen geben den Ton an und dieser ist auch nicht weniger streng als der von den Firmenbossen. Die Kinder gehen betteln oder klauen. Manche schaffen es auch, Arbeit zu bekommen, die aber das unterste Niveau ist.
Wie auch du helfen kannst!
Auch du möchtest helfen? Dann frag doch einfach mal in deiner Schule nach, ob es ein paar Leute gibt, die auch Zeit und Lust haben, Kindern, die auf der Straße leben, zu helfen. Oder frag deine Eltern und Verwandten, was sie von einer Patenschaft über ein Kind in einem armen Land halten. Mit ein bisschen Überzeugungskraft und guten Argumenten schaffst du das bestimmt. Außerdem kannst du auch gerne mal auf die Internet-Seite von Amnesty International gehen. Dort findest du bestimmt auch viele Anregungen und Unterstützungen für dein Projekt.
Autorin: Lisa - Stand: 27. Juni 2007