Don't click

10 Dinge, bei denen Vorsicht geboten ist

Hand auf Computermaus, darüber "Verboten"

Manchmal ist die Hand schneller als der Kopf und ehe man sich versieht, hat man eine an der E-Mail anhängende .exe-Datei zum Leben erweckt schluck oder auf "Mit den Bedingungen einverstanden" geklickt, obwohl man sie noch gar nicht gelesen hat. Darum hier nochmal in Kürze zehn Dinge, die man lieber nicht anklicken sollte...

 

1. Bildschirmschoner.exe und Co.

 

Computerviren sind Programme, die sich in andere Programme einbetten und so vervielfältigen. Bei jedem Aufruf einer infizierten Datei versuchen sie sich weiter zu verbreiten. Computerviren können  Veränderungen am Rechner vornehmen, die zu massiven Problemen führen können.

Was tun?

!

Ein aktuelles Viren-Schutzprogramm ist ein absolutes Muss! Bei ausführbaren Dateien, in denen sich Viren gut verbergen können, solltet ihr besonders vorsichtig sein. Die Endung .exe zum Beispiel steht für executable - ausführbar und sie begegnet euch beim Installieren von allen möglichen Programmen. Im Anhang einer E-Mail von einem unbekannten Absender sollte sie euch allerdings zurückzucken lassen. Leider kommen Viren aber nicht immer in so offensichtlichem Gewand daher. Auch hinter einem E-Mailanhang mit der scheinbar harmlosen Endung .jpg kann sich eine ausführbare Datei verbergen, wenn der Browser nicht richtig eingestellt ist.

 

2. Computerwürmer/ Trojaner

 

Computerwürmer - im Gegensatz zu Computerviren - warten nicht passiv darauf, dass sie weiterverbreitet werden, sondern versuchen, sich selbstständig weiter zu verbreiten (z.B. über den selbstständigen Versand infizierter E-Mail-Anhänge, Instant Messages oder über ein Netzwerk).

Was tun?

!

Neben einem aktuellen Viren-Schutzprogramm kann eine Firewall die Netzwerkverbindungen überwachen. Auch sollte das System, durch regelmäßige Sicherheitsupdates, immer auf dem neuesten Stand sein, um das Ausnutzen von Sicherheitslücken zu erschweren. Auch hier ruhig mal misstrauisch gegenüber Unbekanntem sein! :)

 

3. Bitte authentifizieren Sie ihr Passwort hier....

 

Phishing ist eine Form des Trickbetrugs im Internet. Dabei sollt ihr durch gefälschte E-Mails dazu bewegt werden, Passwörter oder Kontoinformationen (z.B. Transaktionsnummern) preiszugeben. Hierzu werden Links zu täuschend echt nachgeschalteten Websites verschickt (Banken, Onlineshops, usw.).

Wie schütze ich mich?

!

Vorsicht im Umgang mit E-Mails, die meisten Dienste fragen niemals nach Passwörtern oder ähnlichen Informationen. Auch bieten einige Browser und Email-Programme eingebaute Phishing-Filter an.

 

4. Superschnäppchen jetzt schnell kaufen...

 

Manchmal ist es zu schön, um wahr zu sein. In Online-Auktionen oder in Webshops werden unglaubliche Angebote gemacht. Meistens wartet man dann nach der Zahlung aber vergeblich auf das Schnäppchen.

Vertraut auf euer Gespür!

!

Wer würde schon eine neue Spielkonsole oder ein teures Kleid für so wenig Geld verkaufen? Vor dem Kauf im Internet Informationen über den Anbieter/Shop einholen.

 

5. Kostenlose Chatsoftware zum Runterladen (Dialer gibt's gratis dazu)

 

Dialer sind Programme, die über die Telefonleitung eine Verbindung zu Mehrwertdiensten (0900-Nummern) herstellen. Das kann teuer werden. Dialer werden ganz gerne als Multimedia-Update oder Chat-Software getarnt - auch wenn das Gesetz vorsieht, dass die NutzerInnen informiert werden (und zustimmen) müssen, dass sie im Begriff sind, sich einen kostenpflichtigen Dialer herunterzuladen.

Was tun?

!

Bei der eigenen Telefongesellschaft nachfragen, ob man den Zugang zu Mehrwertdiensten sperren kann. Wer nur über DSL surft ist ebenfalls fast sicher, da der Dialer die Verbindung über DSL nicht aufbauen kann. Vorsicht bei E-Mail-Anhängen und speziellen Programmen zur Nutzung von Onlinediensten.

 

6. Hier registrieren (und Abo gleich miterwerben)...

 

Man hat sich ja schon fast dran gewöhnt, dass zur Benutzung eines Onlinedienstes meistens eine Registrierung mit persönlichen Daten notwendig ist. Doch manche Angebote verstecken die Kosten für den jeweiligen Onlinedienst.

Wie schützt ihr euch?

!

Vor der Anmeldung Informationen über das Angebot im Internet einholen und die Anmeldeseiten genau lesen, auch das Kleingedruckte (AGB). Wenn ihr euch unsicher seid, lasst lieber die Finger davon.

 

7. Ich bin Sina86 und meine Nummer ist....

 

Der Chat- oder Forenpartner kann noch so nett sein, im Internet weiß man nie genau, wer an der anderen Seite sitzt.

Was tun?

!

Deshalb sollte man persönliche Daten (Adresse, Telefonnummer, usw.) nur nach sorgfältiger Überlegung herausgeben, also am besten umsichtig sein mit den eigenen Daten. Eine gute Online-Identität, die man sich vorher überlegt, kann sehr hilfreich sein, um nicht sofort alle persönlichen Daten preiszugeben.

 

8. Die "Nigeriaconnection"

 

Da werden einem Anteile an einem enormen Vermögen versprochen (meist per Email), wenn man einen Geschäftsmann oder Prinz hilft, Geld ins Ausland zu transferieren. Nicht nur soll man persönliche Daten preisgeben, man soll auch noch einen kleinen Vorschuss leisten.

Was tun?

!

Einfach nicht darauf reagieren.

 

9. Wer diese Mail nicht sofort an 10 Leute  weiterleitet....

 

Kettenbriefe kommen in vielen Ausfertigungen, versprechen einem meistens Glück oder drohen mit Unheil. Manchmal soll er auch einer Person helfen, die an einer schweren Krankheit leidet. Kettenbriefe sind ein gefundenes Fressen für Adresssammler (danach nicht über Spam wundern).

Was tun?

!

Nicht drauf einlassen und seine FreundInnen aufklären.

 

10. http://www.dontclick.it/

 

Zum Abschluss noch etwas Ungefährliches aus dem Netz, bei dem man nicht klicken sollte, aber gefahrlos klicken könnte: Wie geht das Navigieren ohne Mausklicks (auf Englisch)?

Mein Tipp:

!

Den Finger erst gar nicht auf den Mausbutton legen.

Autorin: susanizzi - Stand: 26. März 2007
 
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