Eine Erfindung gegen die Nazis

Die Idee des Frequency-Hoppings

Wie kam Hedy Lamarr darauf, so neben der Schauspielerei auch noch technische Erfindungen zu machen? Als Gegnerin der NationalsozialistInnen wollte sie dazu beitragen, den Krieg zu Gunsten der Alliierten zu entscheiden. Durch ihre erste Ehe mit dem Schwerindustriellen und Waffenproduzenten Fritz Mandl hatte sie bereits Kenntnisse über die Kriegsindustrie erlangt. So wusste sie, dass ferngesteuerte Torpedos nicht eingesetzt werden konnten, weil deren Steuerung über Funk zu ungenau war. Außerdem konnte die Funkfernsteuerung zu leicht vom Gegner enttarnt werden. Dafür musste eine Lösung her.


Die Idee des Frequency-Hopping

Hedy Lamarrs Grundidee war einfach und genial: Anstatt nur eine Frequenz für den Funkverkehr zu benutzen, sollten mehrere Frequenzen gleichzeitig zum Einsatz kommen. Durch extrem schnelles Hin- und Herspringen zwischen diesen Frequenzen sollte es unmöglich werden, das Signal zu orten oder zu stören. Die Schwierigkeit bestand jedoch darin, dass das Wechseln zwischen den Frequenzen nicht nur in Bruchteilen von Sekunden, sondern auch zeitgleich geschehen musste, damit es funktionierte.

Musik macht erfinderisch ;-)


Was Hedy tat - sie beschäftigte sich mit Klavieren. Sie beriet sich mit dem Komponisten Georg Antheil, der eines seiner Werke für 16 Klaviere synchronisiert hatte. Alle Klaviere waren an identische Lochkarten angeschlossen, die über eine Konsole so gesteuert wurden, dass sie parallel spielten.

Lochkarten gegen Torpedos
Dieses Prinzip zur Steuerung unterschiedlicher Tonquellen übersetzten die beiden für die Torpedo-Steuerung: Sender und Torpedo verfügen über einen identisch gelochten Papierstreifen, der gleichzeitig abgefragt wird. 1941 ließen sie sich das abhörsichere Kommunikationssystem patentieren. Das US-Militär nahm die Erfindung einer Schauspielerin und eines Komponisten allerdings nicht ernst, die Methode kam nicht zum Einsatz.

Zukunftstechnologie

Heute dagegen basiert auf diesem Patent nicht nur das Satellitenabwehrsystem der USA, sondern auch die Handytechnik. Bei GSM-Mobiltelefonen ist Hedy Lamarrs Patent grundlegend. Eine Technologie, mit der Billiarden erwirtschaftet wurden und werden.

Lamarr selbst hat davon allerdings keinen Cent gesehen, denn ihr Patent war zum Zeitpunkt der Weiterentwicklung schon abgelaufen. Hedy starb einsam im Jahr 2000. Sie hatte sich aus der Öffentlichkeit vollkommen zurückgezogen.


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Mehr über Hedy Lamarr

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www.hedylamarr.at - eine Hommage  à Hedy Lamaar aus Wien
Vielen Dank an die Christopher Young Collection und Feldzeichen für die Erlaubnis, die Fotos zu verwenden!

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http://silverscreensirens.com
Hedy Lamarr Gallery

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http://german.imdb.com
Hedy Lamarrs Filme

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http://de.wikipedia.org
2. Weltkrieg

Autorin: ~astrid~ - Stand: 22. September 2005
 
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