Immer Ärger mit Spam

"Eingelegtes Frühstücksfleisch" in Form von Massenmails

Seit 1937 gibt es Spam - allerdings nicht in der Form, die unseren E-Mail-Briefkasten zum Überlaufen bringt, sondern in der von "eingelegtem Frühstücksfleisch". Das nämlich war die Idee der amerikanischen Firma Hormel Foods - und "Spam" wurde ein Erfolgsschlager, der bis heute über 6 Milliarden mal verkauft worden ist. Nur hatte die Firma nicht damit gerechnet, dass "Spam" sich im Informationszeitalter gleichzeitig noch zum Namen für unerwünschte Werbe-E-Mails entwickeln würde. Heute geht die Firma gegen das mit Spam verbundene schlechte Image vor - leider allerdings nicht im Einsatz gegen Massen-E-Mails, sondern indem man versucht, gegen die Benutzung des Namens "Spam" zu klagen, etwa gegen eine kleine Softwarefirma, die sich eine Anti-Spam-Software mit dem Begriff "Spam Arrest" als Markennamen sichern lassen wollte.


Sie haben eine Videobotschaft erhalten!

Der richtige, offizielle Name von "unverlangt zugesandten kommerziellen E-Mails" ist UCE, was für "Unsolicited Commercial Electronic Mail" steht. Auch Kettenbriefe, Hoaxes wie Falschmeldungen über Virenwarnungen gelten als Spam, weil sie Datenwege verstopfen - bitte denkt daran, bevor ihr womöglich den nächsten Freundschaftskettenbrief, Glücksbrief oder ähnliches verschickt!!!! Es gibt von der TU-Berlin eine sehr gute Sammlung von gängigen Hoaxes und falschen Anti-Kriegspetitionen oder Meldungen wie "Brustkrebs durch Deo" oder "Sie haben eine Video-Botschaft erhalten" - hinter letzterer Botschaft verbirgt sich dann übrigens nur ein Dialer! Für diesen Spam gibt es den Begriff UBE, was "Unsolicited Bulk E-Mail" heißt. Beide Begriffe stehen für: diese Mails braucht niemand - und "lecker" ist dieser "Spam" nun wirklich nicht!!!

Mehr Spam als echte Mails!

Jeder, also wahrscheinlich wirklich JEDER, der einen E-Mail-Account hat, dürfte mittlerweile einmal in den "Genuss" von Spam gekommen sein. Ob Kontaktangebote zu zweifelhaften PartnerInnen, schräge Kaufangebote oder Diätwundermittel zu Vorzugspreisen - all das ist plumpe Anmache, um die EmpfängerInnen dieser Mails auf bestimmte Webseiten zu locken - die dann häufig automatisch teure Dialer auslösen - oder um tatsächliche KäuferInnen für irgendwas - aber wahrscheinlich nichts Seriöses! - zu finden. Und das Schlimme: man schätzt, dass bereits in diesem Sommer das Aufkommen von Spam-Mails über 50% des Gesamtvolumens an Mail-Aufkommen übersteigen wird! Und rechnet man allein den Download von Spam im Jahr 2003 hoch, kommt man weltweit auf Kosten von über 12 Milliarden Euro - und diese Kosten tragen Provider und EmpfängerInnen!

hier geht's weiter

>

Die fiesen Methoden der SpammerInnen

Lies auch

>

Telepolis - Spam gegen Spam
Artikel über die Firma Hormel Foods, die "Spam" erfand

>

Originalseite der Firma Hormel Foods, mit Spam-E-Cards

>

Hoax-Info Service der TU-Berlin

Lies auch auf LizzyNet

>

Nepper, Schlepper, Dialer

>

Wie schütze ich mich vor Viren?

>

Moderne Märchen
Über Hoaxes, urban legends oder schlicht Lügenmails

Autorin: ~astrid~ - Stand: 15. August 2003
 
Login


Mit dem Login akzeptiere ich die


 
Informier dich!
Newsletter LizzyNet

Immer auf dem Laufenden sein

 
Mädchen schreiben
Schreib mit!

Hier schreiben die Mitglieder...

 
Vernetz dich!
Logos von Twitter und Facebook

LizzyNet ist auch auf

 
Stichworte