watch your web
Kampagne für den richtigen Umgang mit persönlichen Daten im Netz

Soziale Netzwerke boomen. Mit minimalem technischem Aufwand kann man sich über Profilseiten der Öffentlichkeit präsentieren. Viele sind allerdings zu "freizügig" und geben ohne weiter drüber nachzudenken ihre persönlichen Daten wie Geburtsdatum, Hobbys, Lieblingsfach, Wohnort und Schule Preis, am besten noch gepaart mit Privatfotos und intimen Videoclips.
Deshalb hat die IJAB-Fachstelle für internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V eine Kampagne ins Leben gerufen, die zur Sensibilisierung im Umgang mit persönlichen Daten im Internet aufrufen soll.
Peinlich: Wenn der Chef die Partyfotos entdeckt
Welcher Missbrauch mit persönlichen Daten, durch Formen des Online-Mobbings betrieben werden kann, spürt man oft erst dann, wenn es zu spät ist und die Daten bereits auf tausenden Rechnern Verbreitung gefunden haben. So können Personen Einblick auf intime Informationen nehmen, die sich außerhalb deines Freundeskreises befinden und damit weit reichende Schäden verursachen. Potentielle Arbeitgeber vervollständigen die eingereichte Bewerbung mit privaten Informationen aus sozialen Netzwerken. Hierbei kann das aus Spaß eingestellte Partyfoto, die Zugehörigkeit zu vermeintlich lustigen Gruppen mit anzüglichen Titeln oder deine private Kommunikation mit Freunden zum direkten Bewerbungsausschluss führen.
Ziele der Kampagne
Damit euch das möglichst nicht "mehr" passiert, will die Kampagne watch your web ein stärkeres Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Umgang mit persönlichen Daten schaffen. Sie will euch über das Recht auf informationelle Selbstbestimmung aufklären und darüber informieren, wie ihr euch und eure Daten schützen könnt. Vier Kernbotschaften werden dabei vermittelt: "Das Internet vergisst nichts", "Du hast keine uneingeschränkte Kontrolle über die eigenen Daten", "Virtuelles ist real" und "Es gibt keine privaten Schutzräume im Internet".
Kampagnenspots
Vier Videoclips nehmen die zentralen Botschaften der Kampagne auf. Die einminütigen Filme realisierte der mehrfach ausgezeichnete Regisseur Robert Thalheim mit Schülerinnen und Schülern der Jüdischen Oberschule Berlin. Witzig und überspitzt zeichnen die Filme die Lebenswelten der Jugendlichen nach. Der Internet-Bösewicht "Data Devil" und sein Gegenspieler "Webman" machen die Risiken eines leichtfertigen Umgangs mit persönlichen Daten und deren Vorbeugung anschaulich.

 | Date Was dein Foto im Netz so alles anrichten kann... |

 | Klasse Wie peinlich.... |

 | Masken Über Chatfreunde, die man so schnell nicht wieder los wird |

 | Mensa Wer liest mit, wenn du im Netz deine Geheimnisse ausplauderst? |
Website
Die Website watchyourweb.de gibt als zentrale Kampagnen-Plattform praktische Tipps, wie ihr eure eigene Datensicherheit selbst aktiv erhöhen könnt. Als besonderes Feature kann ein Kampagnenfilm als viraler Teaser mit einem personalisierten Text an Freunde verschickt werden. Für eine spielerische Auseinandersetzung mit den Inhalten bietet die Seite einen "Webtest": User können hier herausfinden, ob sie bereits sicher surfen. "Hilfe vor Ort" verweist auf Partner der Kampagne, an die sich Jugendliche bei Problemen und Fragen wenden können.
Förderer und Partner
Die Kampagne watch your web ist eine Initiative des IJAB-Projektes Jugend online und wird durch das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz sowie durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. IJAB - Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V. ist auf den Gebieten der internationalen Jugendarbeit, Jugendpolitik und Jugendinformation aktiv. Die Fachstelle arbeitet im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend der Europäischen Kommission, seiner Mitgliedsorganisationen und anderer zentraler Träger der Jugendarbeit. Ziel von Jugend online ist es, den kreativen und kritischen Umgang junger Menschen mit Internet, Multimedia und mobilen Medien zu fördern.
Zur Kampagne
Autorin: Redaktion/ watchyourweb.de - Stand: 9. Juni 2009