Coole Idee: Vom Eis zum Speiseeis

Sommerzeit ist Eiszeit. Der kühle Schmelz ist eines der beliebtesten Nahrungsmittel in der heißen Jahreszeit. Aber wer kam eigentlich auf die geniale Idee, süße Klebrigkeiten tief zu kühlen und in Waffel oder am Stiel feilzubieten?

Die Geschichte des Eis führt zurück in die Antike. Denn der griechische Dichter Simonides von Keos beschrieb als Erster eine Art Speiseeis in Europa. Die Zusammensetzung: Gletscherschnee mit Früchten, Honig und Rosenwasser. Als Erfinder der kühlen Leckerei gelten allerdings die Chinesen. Aber auch Alexander der Große und der Arzt Hippokrates liebten Eis. Viele römische Kaiser ließen sich durch Sprinter Eis von den Appenien für köstliche Sorbets bringen. Der indische Kaiser Ahoka beauftragte gar Bergsteiger, Eis aus dem Himalaya mitzubringen!

Als das Eis nicht mehr aus Schnee bestand
Erst in der Neuzeit war die Herstellung von Eis nicht mehr an Schnee oder Gletschereis gebunden. Die erste Speiseeismaschine wurde um 1790 in den USA erfunden. In Baltimore gab es ab 1851 die erste Eis-Fabrik. Die brauchte aber bis 1881 noch Eis aus dem Winter, das in Eiskellern aufbewahrt wurde. In diesem Jahr erfand Professor Carl von Linde die Kältemaschine. Damit wurde Speiseeis zum Massenprodukt.

Waffel oder Stiel?
Auch die erste Eiswaffel tauchte in den USA auf; das erste Eis am Stiel erfand 1923 der Amerikaner Harry B. Burt senior. Der war nämlich Besitzer eines Süßwarenladens in dem Städtchen Youngstown, Ohio. In seinem Laden stellte er nicht nur Eis her, sondern verkaufte auch Lutscher. Seine Idee: Lutscher und Eis verbinden. Das heutige Eis am Stiel nannte Burt senior allerdings Rahmeislutscher. Deutschland wurde vom Eisfieber in den zwanziger Jahren gepackt. Damals eröffneten zahlreiche italienische Eisdielen.

Maggie Thatcher mag es soft
Was das Softeis angeht, wird es politisch: Das wurde nämlich von der eisernen Lady, der ehemaligen britischen Premier-Ministerin Margaret Thatcher erfunden. Die war Chemikerin und Mitglied im Entwicklungsteam, das aus Chemikern und Lebensmitteltechnikern bestand. Heute gibt es unzählige Eissorten. Fast jede Eisdiele hat ihre Geheimrezepte und auch Mutti hat so manchen Trick, Eis in der eigenen Küchenmaschine herzustellen. Da bleibt nur eins: Losgeschleckt und genießen!


Autorin: Tina Groll - Stand: 3. August 2005
 
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