Der Stromverbrauch von Spam

Die unerwünschten Mails schaden nicht nur den Nerven

Circa 62 Billionen lästige Emails werden jährlich verschickt. Dabei wird soviel Strom verbraucht wie in 2,4 Millionen Wohnungen in den USA. Das hat der Sicherheitsdienstleister McAfee in einer Studie errechnet.

Berechnet wurde der Stromverbrauch beim Schreiben von Spam-Mails, beim Versenden und Weiterleiten durch Provider sowie beim Öffnen und Löschen durch den Empfänger. Demnach ist eine Spam-Mail immer für 0,3 Gramm Kohlendioxid (CO2) verantwortlich. Das macht bei 62 Billionen Emails Pi Mal Daumen eine CO2-Belastung von 186.000 Tonnen in der Atmosphäre. Zum Vergleich: 2008 wurde in Deutschland ein CO2-Ausstoß von 945 Millionen Tonnen gemessen.

Wir haben die meiste Schuld

McAfee hat ebenfalls gemessen, dass der Endverbraucher - also wir, die diese Emails nicht bekommen wollen – am meisten Strom verbrauchen. 80% gehen auf unsere Kappe, wenn wir Spammails öffnen, oder im Spam-Ordner nachsehen ob eine wichtige Email in eben diesen gerutscht ist.

Erwünschte Mails haben übrigens einen CO2-Ausstoß von 4 Gramm, weil sie meistens mit Anhängen versehen sind oder wir uns zum Lesen mehr Zeit nehmen.

Spam?

Ist eigentlich ein Dosenfleisch, das im Zweiten Weltkrieg vor allem von den Alliierten gegessen wurde. Das Zeug muss wohl so fies geschmeckt haben, dass es sich im Laufe der Zeit zum Synonym für Müll oder Plunder entwickelt hat. Deswegen nennen wird diese Emails heute passend Spam und ihre Macher Spammer, also Vermüller. ;o)

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Autorin / Autor: Redaktion / Pressemitteilung - Stand: News vom 22. April 2009