Was ist Liebe eigentlich?
writer-girl versucht sich an einer Definition. Ein Ergebnis: "Liebe soll heilen, beschützen und trotzdem frei sein."

Es gibt die verschiedensten Formen von Liebe, das ist wohl jedem klar, und je reifer man wird, desto weniger achtet man auf die Oberfläche und mehr auf das Innere - jedenfalls sollte es so sein... Allerdings gibt es auch 50-Jährige, die sich bis heute nicht wirklich entwickelt haben und dagegen 16-Jährige die schon mehr wissen als manche Erwachsene.
Teenie-Liebe hält nur kurz
Die meisten von uns sind als Teenies ziemlich oft "unsterblich verliebt", meistens sind es dann aber die Beliebtesten und Bestaussehendsten, in die man sich verliebt. Dass manche Erwachsene gerade deshalb über ihre Kinder lächeln und diese Liebe nicht ernst nehmen, ärgert einen dann in diesem Moment, man sagt sich: "Die haben doch keine Ahnung, ich mach alles für ihn/sie und ich werde sie/ihn immer lieben!" Nur das man das fast jeden zweiten Monat zu jemand anderem sagt. Was ist Liebe dann also noch? Im Nachhinein fällt manchen dann aber auf, dass dies nicht die wahre Liebe sein kann, denn wenn man Menschen die wie Stars sind verehrt, vorallem die extra dafür konzipierten Boygroups, liebt man sie nur für das, was sie zu sein scheinen und nicht für das was sie sind, denn man kann ja gar nicht wissen, wie sie sind.
Sex hat nichts mit Liebe zu tun
Man muss bedenken, dass die Medien alles größer und edler erscheinen lassen als es in Wahrheit ist. Auch der Sex wird in den Medien überbewertet. Hat das noch viel mit Liebe zu tun? Wenn man nur noch über Sex nachdenkt? Nicht wirklich, oder? Aber die Medien vermitteln es selbst Kindern nicht anders, was bringt es denn, wenn gewisse Filme ab 18 sind und trotzdem in jeder Handywerbung Nacktbilder zu finden sind? Wahre Liebe ist das jedoch nicht, Liebe sollte aus wahrem Respekt und Sympathie füreinander entstehen, es entsteht aus einem Gefühl tiefer Zuneigung für den anderen. Viele Beziehungen sind viel zu sehr auf Oberflächlichkeiten aufgebaut, und das ist auch der Grund, warum viele Beziehungen zerstört werden. Man mochte die Oberfläche des anderen und plötzlich erkennt man, dass man gar nichts mit dem anderen anfangen kann und das ist für alle Beteiligten eine sehr schmerzhafte Erfahrung. Vermeiden kann man so etwas kaum, sollte man auch nicht, denn Erfahrungen bringen einen weiter.
Liebe heißt auch: zusammen stinkig auf die Welt sein
Liebe ist nicht nur die Liebe zu einer Frau/einem Mann, sondern auch zur Familie oder Freunden. Die Freundschaft sollte eigentlich ein Beispiel für die Grundlage einer guten Beziehung sein, man sollte nicht nur äußerlich zusammenpassen oder miteinander "süß aussehen", man sollte sich vertrauen und respektieren, miteinander über fast alles reden können und ein tiefes Band der Zusammengehörigkeit fühlen - so wie wahre Freunde eben! Was Liebe ist, definiert jeder für sich selbst, und am Ende muss jeder für sich selber entscheiden was er daraus macht, aber Liebe sollte nicht verletzen, nicht einsperren oder gewaltsam sein, Liebe soll heilen, beschützen und trotzdem frei sein. Wenn man die funkelnden, leuchtenden Augen einer Mutter sieht, die stolz ihr Kind ansieht, weiß man instinktiv: Das ist Liebe wie sie sein sollte, in ihrer reinsten Form. Wenn Freunde zusammen lachen, aber genauso weinen können, wenn sie zusammen bei Rockkonzerten abhotten und trotzdem in schweren Zeiten zusammen stinkig auf den Rest der Welt sind, dann weiß man, dass Liebe auch so sein sollte. Liebe ist zerbrechlich, aber sie ist nötig für diese Welt, für jeden Menschen und nurch durch Liebe kann man auch Kriege verhindern. Und am Ende bleibt: Hermann Hesse: "Wer sich selbst nicht liebt, der kann auch andere nicht lieben."
Autorin: writer-girl - Stand: 17. April 2007