Schönheit und Vergänglichkeit - Teil 2
Schön ist nicht gleich gut, oder: Schöne Oberfläche, nichts darunter?
"Es ist erstaunlich, wie der Mensch sich so ganz der Täuschung hingeben kann, daß das Schöne auch das Gute sei." (Aus: Leo N. Tolstoj: Die Kreuzersonate)
"Richte nie den Wert des Menschen schnell nach einer kurzen Stunde. Oben sind bewegte Wellen, doch die Perle liegt am Grunde." (Otto von Leixner)
Wenn man verliebt ist, entscheidet nicht die Schönheit, wen wir lieben, sondern die Liebe entscheidet, wen wir schön finden (nach Sophia Loren). Ein Mensch kann engelsgleich schön sein, doch kann er innerlich die hässlichste Fratze haben. So suchen wir uns meist Menschen, die innerlich engelsgleich sind und äußerlich vielleicht nicht unbedingt eine Fratze haben, aber auch nicht das hübscheste Wesen auf der Welt sind.
"Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar."
(A. de Saint-Exupéry)
Auch verführt uns Schönheit, oft die Wahrheit zu verdrehen. Eigentlich weiß jeder Mensch, dass Schönheit nicht = gut ist. Aber was habt ihr vielleicht alles schon gemacht, weil ihr etwas schönes haben wolltet. Wer hat nicht manchmal das Gefühl, endlich weg zu wollen von den Eltern, weil sie einen nur stressen und nerven? Ich denke, das kennt jede/r, aber bestimmt ist ein paar auch schon klar geworden, dass sie die Zeit, die sie sonst mit ihren Eltern verbracht haben, jetzt mit Freunden "abhängen", und dass sie es doch irgendwie vermissen. Aber wer gibt gegenüber seinen Freunden heutzutage noch zu: "Tut mir Leid, ich verbringe den Abend lieber mit meiner Familie." Denn Familie ist vielleicht nicht immer schön, aber manchmal kann sie das schönste sein, was wir haben.
Glücklich sein (nur das Schöne sehn wir nicht)
Es geht uns allen gut
Alles macht uns großen Mut
Keiner ist dagegen
alle wünschen sich den Segen
Doch irgendwas fehlt
etwas Wichtiges das zählt
es ist so schwer auf das zu achten
was vor uns liegt, an das wir dachten
Nur das Schöne sehn' wir nicht
eine Wiese voller Licht
ein kleiner runder Apfelbaum
weit entfernt ein hässlicher Zaun
Wie ein kleines Schattenwesen
glauben wir die Thesen
bleiben immer nur im Hintergrund
küssen fleißig alln' den Mund
Halten daran fest was andre sagen
"das kann uns allen ja nicht schaden
eigene Meinung zählt ja nicht"
Ist das nicht des Lebens Verzicht?
Laufen einfach schnurstracks mit
Wozu machen wir den Shit?
Ist es nicht des Menschen recht
Zu laufen ins Gefecht?
Haben uns manipulieren lassen
dafür sollten wir uns hassen
aber die Menschen fliehen lieber
in ausreden und Gefieber
Dabei haben wir den eigentlichen Sinn verloren
der Grund wofür geboren
der Mensch hatte leider keine Wahl
denn Glücklichsein, das wollt' er mal
Dieses Gedicht soll ausdrücken, das alles, was uns vorgegeben wird, und alles, was in uns manipuliert wird, durch die Medien und die Umwelt, eigentlich nicht das Schöne ist, sondern das der eigentliche Sinn verloren gegangen ist. Nämlich das, was wirklich schön ist: Das Glücklichsein!
Autorin: tecna15 - Stand: 18. Juni 2007