Klimawandel geht uns alle an!
Die Folgen des Klimawandels für Deutschland
Wir alle hören immer wieder mal vom Klimawandel, halten dann vielleicht kurz inne und denken etwas zerknirscht an eine unserer letzten kleinen „Sünden“, aber wirklich tangiert fühlen wir uns davon nicht. Klar, es ist schrecklich, dass in Nordamerika immer mehr Hurricanes auftreten oder dass Südafrika weiter austrocknet – aber schließlich ist das alles so wenig greifbar und hat doch nichts mit uns zu tun...
Von wegen weit weg!
Ich will damit nicht andeuten, dass ich es in Ordnung fände, den Klimawandel „in Kauf zu nehmen“ wenn er „nur“ Regionen betreffen würde, mit denen wir wenig zu tun haben. Im Gegenteil: Es ist äußerst unfair, dass gerade die Länder, die am wenigsten zur Erderwärmung beitragen – wie etwa Entwicklungsländer – zum Teil am meisten unter deren Folgen zu leiden haben.
In diesem Artikel allerdings geht es mir vor allem darum, zu zeigen, dass die Veränderung des Klimas, über die so gern gesprochen und gegen die so ungern etwas unternommen wird, keineswegs ein Problem ist, das an Deutschland völlig vorbei geht.
Erdlawinen, wenn der Boden taut
Auch auf unsere Breitengrade haben die scheinbar lächerlichen paar Grad Klimaerwärmung vielfältige Auswirkungen, denn während es uns im Moment ganz recht ist, wenn die Tage ein paar Grad wärmer werden, halten wir von den Phänomenen, die damit einhergehen, wohl eher weniger. Die vom Bundesumweltministerium unterstützte Seite „klimaklicker.de“ beispielsweise erwähnt, dass die zehn fatalsten Erdrutsche der letzten zehn Jahre in der Schweiz darauf zurückgehen, dass der sogenannte Permafrost immer weiter auftaut. Darunter versteht man die Schicht des Bodens in manchen Regionen – Berge beispielsweise – die selbst im Sommer immer gefroren bleibt. Wenn nun solche Bodenschichten auftauen, können sie in Bewegung geraten – und beispielsweise Erdlawinen verursachen.
Überschwemmungen, wenn die Gletscher schmelzen
Ähnliche Auswirkungen übrigens haben die steigenden Temperaturen für Gletscher, und jeder, der schon einmal vor einer solchen majestätischen Eismasse gestanden hat, ist sicher der Meinung, dass es schade wäre, wenn diese spezielle Naturschönheit der Vergangenheit angehören würde. Aber ob wir allein deshalb bereit sind, unsere Gewohnheiten zu ändern und uns umweltbewusster zu verhalten? Wohl kaum. Also sollte ich vielleicht darauf hinweisen, dass das Wasser, das vor dem Auftauen sicher verstaut auf einer Bergkuppe lag, hinterher auf schnellstem Wege abwärts strömt – und schließlich auch irgendwo hin muss. Die Folgen sind klar – steigende Wasserpegel, möglicherweise Überschwemmungen, volle Keller, Bilder wie die des Pfingsthochwassers 1999 oder des Sommerhochwassers von 2005. Besonders fatal sind diese Veränderungen in Kombination mit anderen Eingriffen des Menschen in natürliche Ökosysteme, wie die Kanalisierung von Flüssen und die Bebauung ehemaliger Überschwemmungsgebiete.
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Autorin / Autor: pfefferminztea - Stand: April 2009