Achtung - Waldbrandgefahr!

Wenn es einmal brennt, ist ein Waldbrand schwer aufzuhalten und zurückbleibt nur noch verbrannte Erde...

Waldbrände hat es schon immer gegeben, aber in den letzten Jahren haben die unkontrollierbaren Feuer weltweit zugenommen. Fernsehbilder von verheerenden Feurwalzen, die vor nichts halt machen, sind leider keine Seltenheit mehr. Jüngstes Beispiel sind die Brände Anfang des Jahres in Australien. Doch wie kommmt es eigentlich immer wieder zu Waldbränden, die zu den unberechenbarsten Naturkatastrophen überhaupt zählen? Und wusstet ihr schon, dass Feuer nicht nur zerstören, sondern auch neues Leben mit sich bringen kann?

Wie entsteht ein Waldbrand?

Das kann verschiedene Ursachen haben. Waldbrände können zum Beispiel Anzeichen für einen Klimawandel sein. Durch zunehmende Trockenheit, teilweise auch in Kombination mit starken Winden, wird die Waldbrandgefahr erhöht. Ein einziger Blitzeinschlag ins trockene Unterholz kann dann einen Waldbrand entfachen. Brennt es im tropischen Regenwald, ist meistens bei dem Versuch Teile des Waldes abzubrennen, um Flächen für die Landwirtschaft zu gewinnen, das Feuer außer Kontrolle geraten. Ein anderer Aspekt ist, dass dem Feuer heute einfach mehr "Brennmaterial" zur Verfügung steht. In einigen Regionen, z.B. am Mittelmeer, sammelten die Menschen früher viel mehr Holz. Damit wurde das Feuer zum Kochen oder Heizen gemacht. Einige verkauften das Holz und verdienten sich so ihren Lebensunterhalt. Seitdem diese tradtionelle Nutzung weggefallen ist, liegt das Holz massenhaft ungenutzt im Wald rum. Nicht zu vergessen ist natürlich der Auslöser Mensch. Weltweit werden unzählige Wald- und Buschbrände durch achtlos weggeworfene Streichhölzer oder Zigaretten und nicht vollständig gelöschte Lagerfeuer entfacht. Ist das Holz in der Umgebung dann ausgetrocknet, kann in Windeseile nur durch Unachtsamkeit ein ganzer Wald in Flammen stehen. Von absichtlicher Brandstiftung mal ganz abgesehen...

Als der australische Busch brannte...

Vielleicht könnt ihr euch noch dran erinnern - zur Jahreswende 2002/03 loderten wieder zahlreiche Buschfeuer in Australien. Die Buschbrandsaison begann schon im Oktober und das ist außergewöhnlich früh. Zu der Zeit gibt es eigentlich noch nicht die optimalen "Buschbrandbedingungen", weil im Frühling die Temperaturen noch nicht so hoch sind. Falls ihr jetzt gerade etwas verwirrt seid, vonwegen Oktober und Frühling: Australien liegt auf der Südhalbkugel, und deshalb ist dort Sommer, wenn bei uns Winter ist und umgekehrt. Ausgelöst wurden die meisten Buschfeuer durch Blitzeinschläge. Eine Hitzewelle, die schlimmste Dürre seit langem und starke Winde taten ihr Übriges und so breiteten sich die Feuerwalzen rasant aus. Nur fünf Kilometer vor der australischen Hauptstadt Canberra stoppte die Feuerwand. Über 500 Gebäude wurden aber dennoch in den Vororten zerstört, vier Menschen kamen bei den Bränden ums Leben. Auch um Sydney herum wütete das Feuer. Die Hafenmetropole war eine Zeit lang sogar nur noch über zwei Ausfallstraßen zu erreichen. Und auch Zentral-Australien blieb nicht verschont - 150.000 km² Buschland wurden dorrt vernichtet. Nur zum Größenvergleich: England hat eine Fläche von etwas über 130.000 km². Die Buschfeuer 2002/03 waren eine der größten Naturkatastrophen in der Geschichte des Landes.

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Autorin / Autor: Ute Schlotterbeck - Stand: 5. März 2003