Wie "gender-gerecht" ist deine Region?
Interaktive Deutschlandkarte zeigt Ungleichheiten
Wie gleichberechtigt geht es eigentlich in eurer Stadt zu? Oder in der Stadt oder dem Ort, den ihr euch später für euer Studium oder eure Ausbildung ausgeguckt habt? Habt ihr eine Ahnung, wie hoch dort die Arbeitslosigkeit von Frauen ist? Wieviele Frauen dort in politischen Ämtern sitzen? Wisst ihr, wieviele Betreuungsplätze es dort für Kinder gibt, damit Eltern arbeiten können? Oder ob ihr als Frau in bestimmten Gegenden am Ende nicht deutlich weniger verdient als eure männlichen Kollegen?
Einen Überblick über all diese Faktoren könnt ihr von nun an auf dem Gender-Index - einer interaktiven Landkarte für Deutschland - sehen. Der Gender-Index, der von der Hans-Böckler-Stiftung und dem Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung in Auftrag gegeben wurde, will die Chancengleichheit oder -ungleichheit von Frauen und Männern in verschiedenen Orten messen und sichtbar machen. Vorbild war ein Modell in Schweden.
Die Sichtbarmachung von Geschlechterungleichheiten soll natürlich zu guter Letzt dazu führen, dass die Missstände beseitigt werden - etwa indem Lokal-Politikern vor Augen geführt wird, dass sie handeln müssen, wenn sie nicht als ungerechteste Region oder Stadt da stehen wollen. Der Gender-Index soll auch Potentiale bestimmter Regionen sichtbarer machen und allgemein für das Thema Geschlechtergerechtigkeit sensibilisieren.
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Autorin: Redaktion - Stand: 4. November 2008