Die Sims
Das Spiel "Die Sims" gehört zu den beliebtesten Computerspielen insbesondere bei Mädchen. Worum geht es dabei eigentlich?

Seit Jahren ist das Spiel "Die Sims" in den Verkaufs-Top-Ten der PC-Spiele. Zurecht, wie ich finde: "Die Sims" macht süchtig. Zumindest in den ersten 3 Monaten. Viel länger spielen wäre wohl auch zuviel. Schließlich dürfen mein eigenes soziales Leben, Karrierepunkte und Ausgeschlafenheit nicht zugunsten des Wohlergehens meiner Sims leiden, auch wenn mir in meinem richtigen Leben keine Militärschule oder Verhungern droht.... Womit ich auch schon bei der Spielidee bin:
Worum geht es bei dem Spiel?
Bei "Die Sims" geht es darum, seinem Sim das Leben so angenehm wie möglich zu machen (oder auch nicht). Ein vorgegebenes Spielziel gibt es nicht. Ein Sim ist eine Person oder ein Mensch mit individuellem Aussehen, Charaktereigenschaften und Interessen. Dein Sim hat acht Bedürfnisse: Hunger, Schlaf, Hygiene, soziales Leben, Komfort, Spaß und Harndrang. Am Anfang erschaffst du deinen Sim: Du suchst sein Gesicht und die Alltagsklamotten aus und darfst ihm Charakterpunkte in verschiedenen Bereichen vergeben. Soll er neugierig, aktiv und freundlich sein, oder lieber ordentlich und zurückhaltend? Mit 20.000 Sim-Dollar ausgestattet, wählst du ein Haus für ihn und suchst ihm Möbel, Teppich und Tapeten aus.
Jetzt geht's los:
Dein Sim ist ins Haus eingezogen. Er läuft herum und freut sich über Möbel und Gegenstände oder schüttelt missbilligend den Kopf. Er geht an den Kühlschrank, holt sich etwas zu Essen. Erlaube dem Sim erst zu kochen, wenn er ein paar Kochbücher gelesen hat, sonst setzt er womöglich noch den Herd in Brand. Der Kühlschrank ist immer gut gefüllt, sofern dein Sims Geld besitzt. Danach will er vielleicht auf Toilette gehen. Erinnere ihn daran, die Spülung zu betätigen. Die Handwerkerkosten für ein verstopftes Klo sind teuer.
Dein Sim hat einen freien Willen. Zwar kannst du ihm vorschlagen, was er tun soll, manchmal will er aber einfach nicht. Es ist drei Uhr nachts, du befiehlst ihm zu lesen, und er ist todmüde? Dann fängt er vielleicht aufgeregt an, dir zuzuwinken, um sich zu beschweren. Und irgendwann schläft er dann im Stehen ein. Nicht sehr erholsam. Wie willst du ihn dann am nächsten Morgen zur Arbeit schicken? Zweimal hintereinander Blaumachen gibt die Kündigung. Naja, wozu eigentlich arbeiten? Lieber vor'm Fernseher rumhängen oder ein paar Freunde anrufen, und mit ihnen im Pool schwimmen gehen. Das geht so lange gut, bis du pleite bist. Dann bleibt dir nur noch ein Cheat, um an Geld zu kommen.
Karriere
Miserable Noten - bedingt durch fortgesetztes Schuleschwänzen oder schlechtgelaunt zur Schule gehen - werden hart bestraft: das Sim-Kind wird auf die Militärschule zwangsversetzt, von der es nie wieder zu den Eltern zurückkehren darf.
Was sagt uns das? Such deinem Sim eine Arbeit und lass das Kind mit Büchern oder am Computer lernen. Ein erwachsener Sim kann sich in der Zeitung oder im Internet einen Job suchen, er fängt einfach an, zum Beispiel als Wahlhelfer, kann aber befördert werden. Vielleicht wird er ja eines Tages Bürgermeister. Oder du lässt ihn eine Verbrecherkarriere einschlagen, dann fängt er als kleiner Taschendieb an.
Autorin / Autor: Bettina Lademann - Stand: August 2002/ aktualisiert 2015