Mein Handy ist weg!

BITKOM gibt Tipps, was man bei Verlust oder Diebstahl tun kann

Ist euch schon mal euer Handy gestohlen worden? Oder einfach so verschwunden? Wenn ja, dann seid ihr nicht die einzigen, denn das ist schon mehr als 10 Millionen Bundesbürgern passiert. Rund 7 Millionen haben ihr Handy verloren und 4 Millionen wurden Opfer eines Diebstahls. Rund 1,2 Millionen Handy-Besitzern ist sogar schon beides passiert. Das hat eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM ergeben.

Damit ihr auf solch eine unangenehme Situation vorbereitet seid, gibt der BITKOM-Verband Tipps, wie ihr euch bei einem Verlust am besten verhaltet:

*Zuerst das eigene Handy anrufen*
Bevor ihr alle Welt verrückt macht, solltet ihr zuerst mal das Handy anrufen, meistens findet sich das gute Stück dann schnell unter irgendwelchen Wäschebergen oder Papierstapeln wieder. Ist das Handy tatsächlich verloren gegangen, besteht die Chance, dass ein ehrlicher Finder das Gespräch entgegennimmt.

SIM-Karte sofort sperren lassen

Wenn es tasächlich weg ist, sollte sofort die SIM-Karte des Telefons gesperrt werden, um eine hohe Telefonrechnung zu vermeiden. Dafür  gibt es bei den Mobilfunkanbietern Service-Rufnummern, die ihr auf deren Internetseiten und in den Vertragsunterlagen findet. Ihr könnt sie aber auch über die Online-Kundenportale direkt sperren lassen. Dafür haltet die Handyrufnummer und die SIM-Kartennummer oder ein Kundenkennwort bereit, die ihr in den Vertragsunterlagen nachsehen könnt. Die Kartennummer ist auf der SIM-Karte vermerkt, die im Handy steckt. (Am besten schon vorher notieren, damit ihr im Schadensfall alles griffbereit habt!) Für die Sperrung der alten und die Zusendung einer neuen SIM-Karte fallen in der Regel Kosten zwischen 20 und 30 Euro an.

Polizei und Fundbüro einschalten

Zu den Informationen, die man am besten direkt nach dem Kauf notiert, zählt die „International Mobile Equipment Identity“ (IMEI). Mit dieser Seriennummer kann das Telefon eindeutig identifiziert und dem rechtmäßigen Besitzer zurückgegeben werden – z.B. wenn das Handy im Fundbüro abgegeben wird. Die 15-stellige Nummer ist auf dem Typenschild des Handys zu finden, meist unter dem Akku. Manche Handys zeigen die IMEI-Nummer auch unter dem Menüpunkt Telefoneinstellungen an. Einfacher ist es, die Tastenkombination „Stern-Raute-Null-Sechs-Raute“ (**#06#) einzutippen. Dann erscheint die IMEI im Display.

*Zahlt die Versicherung?*
Die Hausratversicherung zahlt nur, wenn das Telefon bei einem Einbruch in den eigenen vier Wänden gestohlen wurde oder wenn das Handy mitsamt Wohnung einem Brand zum Opfer gefallen ist. Sie springt ebenfalls bei Raubüberfällen ein, wenn die Herausgabe des Handys mit Gewalt erzwungen wurde. Der Überfall muss aber der Polizei gemeldet werden.

Daten auf dem Smartphone löschen

Smartphones haben gegenüber herkömmlichen Handys einen entscheidenden Vorteil: Bei einem Verlust kann man selbst aus der Ferne auf sie zugreifen und zum Beispiel persönliche Daten löschen. Dafür gibt es spezielle Programme, die auf dem Smartphone installiert sein müssen. So etwas gibt es auch auf manchen Handy-Betriebssystemen, dort müssen sie aber erst aktiviert werden.

Das Guthaben von Prepaid-Karten bleibt erhalten

Gute Nachrichten für Prepaid-Handy-BesitzerInnen mit SIM-Karte: Beim Diebstahl oder sonstigen Verlust bleiben sowohl die Handynummer als auch das Guthaben der Prepaid-Karte bestehen. Diese Informationen sind nämlich beim Mobilfunkanbieter gespeichert.

Vorsorgen ist besser als heulen

Ein prima Schutz gegen ungefugte Handynutzer ist die automatische Tastensperre mit Geheimnummernfunktion. Sie sorgt dafür, dass sich das Handy nach einer Ruhephase selbst sperrt und erst nach Eingabe einer Geheimnummer wieder genutzt werden kann.

Damit beim Verlust des Handys nicht alle auf dem Gerät gespeicherten Kontakte, Termine, Fotos oder Geburtstage komplett verloren gehen, empfiehlt BITKOM, die Daten regelmäßig außerhalb des Mobiltelefons zu sichern. Dafür gibt es spezielle Software, mit der sich die persönlichen Daten zwischen Handy und Computer synchronisieren lassen. Online-Dienste wie www.mobical.net, www.memotoo.com oder www.vodafone360.com speichern die Informationen im Internet und erlauben es, von unterwegs darauf zuzugreifen.

Der beste Schutz ist natürlich nach wie vor eure Aufmerksamkeit ;-): Legt das Handy nicht achtlos irgendwo hin und lasst eure Tasche mit Handy nicht unbeaufsichtigt irgendwo herum stehen, dann seid ihr vor üblen Überraschungen erstmal sicher!

Quelle:

Autorin / Autor: Redaktion/ Pressemitteilung - Stand: 1. September 2010