Fitnessboxen, Boxen ohne blaue Augen

Die Alternative zum richtigen Boxen und eine super Erweiterung zum „öden“ Fitnessstudio Training, findet karolina.

Ich gehöre zu den Mädchen (jungen Frauen), die sich gerne Boxen im Fernsehen angucken oder Boxfilme wie Ali oder Rocky lieben. Ich fand es immer toll, wie sie in den Boxring kamen. So langsam und bedächtig, mit toller Musik und dann ging es los. Ich wollte auch immer so einen tollen Körper haben, wollte auch Boxhandschuhe tragen aber ich wollte nicht die geschwollenen Augen oder die „Boxernase“. Jahrelang dachte ich immer wieder daran, vielleicht doch mal zu einem Boxtraining zu gehen, doch immer ließ ich es bleiben. Bis ich im Internet auf den Begriff „Fitnessboxen“ gestoßen bin. „Das ist es!“, dachte ich mir, als ich die Zeilen las. Fitnessboxen ist eine Mischung aus Fitnesstraining, Cardio, Bauch-Beine-Po Übungen und vor allem viel Boxen. Zwar hat man einen Gegner, doch dem haut man nicht ins Gesicht, sondern gegen so genannte Pratzen. Das sind gepolsterte Handschuhe oder andere Formen, gegen die man boxt und die der Gegner oder Mittrainierer hält, so dass man gegen sie boxen kann. Dabei wird die Schlagfestigkeit geschult, die Koordination, Konzentration, Schnelligkeit und die Reflexe.

Ich habe verschiedene Schulen ausprobiert. Die reine Boxschule, die das anbietet, war wirklich sehr fähig, doch war mir die Gruppe zu groß, so dass ich das Gefühl hatte, unter zu gehen. Das Fitnessstudio bot auch Fitnessboxen an, jedoch in kleineren Gruppen und mit einem sehr abwechslungsreichen Training.

Ein normales Training sieht folgendermaßen aus:

5 Minuten Aufwärmen mit Seilchenspringen. Aber Vorsicht, nicht so wie damals in der Schule, sondern mit sehr schnellen Seilchen, soll hier die Kondition angefacht werden.

Danach stellen wir uns vor Spiegel und üben trocken die verschiedenen Schlagmöglichkeiten;

  • gerade
  • seitlich unten
  • seitlich in die Nierengegend.

Dabei gilt immer, links vor rechts, oben vor unten. Danach geht es ans Eingemachte, zu den Trockenübungen kommen Gewichte, Langhanteln für die Muskeln, Sit ups, Liegestütze und immer wieder das Boxtraining gegen die Pratzen. Nach meinen ersten Trainingtagen habe ich Muskeln gespürt, die ich gar nicht kannte. Ich konnte nicht mal den kleinen Finger mehr rühren. Aber ich habe durchgehalten und nun kann ich sagen „ich boxe“. Es ist eine sehr gute Alternative zum richtigen Boxen, da kein Sparring (direkter Kampf Mensch gegen Mensch) durchgeführt wird. Die Mischung ist wirklich sehr gut, so kann man die Übungen auch mal zu Hause machen, wenn man mal eine Zeitlang nicht zum Training kann. Ich mache Fitnessboxen in einem Fitnessstudio und bin sehr zufrieden. Wenn ich am Anfang mal nicht mehr konnte, war es kein Problem eine Pause zu machen, keiner schaute mich blöd an. Jetzt freue ich mich immer aufs Training. Die Altersspanne reicht von 18-über 40 Jahre, und das ist eine prima Mischung. So hat man immer einen anderen Gegner parat und muss sich immer wieder neu testen und beweisen.

Mein Fazit: Fitnessboxen ist die Alternative zum richtigen Boxen und eine super Erweiterung zum „öden“ Fitnessstudio Training.

Autorin / Autor: karolina - Stand: 30. Juli 2010