Adieu Sonnenbank
Ab 1. März 2010 dürfen Kinder und Jugendliche keine Solarien mehr nutzen
Wer dieser Tage ins Solarium gehen will, um sich endlich die vornehme Winter-Blässe wegzubruzeln, wird vermutlich auf dem Absatz kehrt machen müssen, zumindest wenn sie oder er unter 18 ist. Denn ab dem 1. März 2010 sorgt das „Gesetz zur Regelung des Schutzes vor nichtionisierender Strahlung“ dafür, dass Kinder und Jugendliche keine Solarien mehr nutzen. Die Deutsche Krebshilfe freut sich darüber, denn so werden Kinder und Jugendliche wirksam vor einem erhöhten Hautkrebsrisiko geschützt. Das Gesetz droht Bußgelder von bis 50.000 Euro bei Nichtbeachtung an. „Hautkrebs hat in Deutschland die höchste jährliche Steigerungsrate aller Krebskrankheiten“, betonte Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe. „Das Gesetz schafft Abhilfe: Je weniger Jugendliche der schädlichen UV-Strahlung ausgesetzt sind, desto besser wird ihre Haut geschützt.“
Die Deutschen sind Europameister bei der künstlichen Besonnung: Mehr als fünf Millionen nutzen mindestens einmal im Monat ein Solarium. Mit erschreckenden Folgen: Jährlich erkranken in Deutschland rund 140.000 Menschen neu an Hautkrebs, Tendenz steigend. Mit dem Solarienverbot sieht die Deutesche Krebshilfe die Chance steigen, dass insbesondere junge Menschen langfristig vor Hautkrebs geschützt werden. Denn wer vor dem 35. Lebensjahr mit der Solariennutzung beginnt, steigert das Risiko, später an dem gefährlichen „schwarzen Hautkrebs“ zu erkranken, um bis zu 75 Prozent.
Münz-Solarien sollen abgeschafft werden
Die Deutsche Krebshilfe und die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention e. V. (ADP) fordern darüber hinaus, dass die Bestrahlungsstärke in Sonnenstudios beschränkt und das Personal besser ausgebildet wird. Münz-Solarien sollen abgeschafft werden. Zu therapeutischen Zwecken darf UV-Strahlung nur in Kliniken oder in ärztlichen Praxen eingesetzt werden.
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Autorin / Autor: Redaktion - Stand: 3. März 2010