"Massive Verletzung der Privatsphäre"
Aigner will Google Street View verhindern
Das neue Projekt "Street View" des US-Konzerns Google, bei dem ganze Straßenzüge und Häuser detailliert abgefilmt und anschließend ins Internet gestellt werden sollen, wird in Deutschland wohl erstmal nicht so reibungslos über die Bühne gehen. Verbraucherschutzministerin Aigner plant, gegen Google möglicherweise auch rechtlich vorzugehen, da sie sie im Vorgehen des Konzern einen "massiven Verstoß gegen die Privatsphäre" sieht. Das sagte sie dem Nachrichtenmagazin "Focus" in einem Interview. Bisher ist das Verfahren so geplant, dass BürgerInnen widersprechen müssen, wenn sie ihr Haus und ihre Straße nicht im Internet abgebildet sehen möchten. Nach Frau Aigners Vorstellungen soll dieses Vorgehen aber umgekehrt werden: Google solle die Genehmigungen bei den BürgerInnen einholen und nicht erst auf ihren Widerspruch reagieren.
Kriminelle könnten Einbruchsobjekte recherchieren
Die Ministerin sieht in Google Street View die Gefahr, dass Kriminelle dort Einbruchsobjekte recherchieren oder die Daten zur Vorbereitung anderer Straftaten nutzen könnten, denn Google fährt systematisch alle Städte und Gemeinden mit einem Kamerawagen ab und filmt und fotografiert komplette Straßenansichten in einer 360-Grad-Ansicht. Da die Kamera auch über Hecken und Zäune reicht, bleibt wenig von Privatsphäre: "Kein Geheimdienst dieser Welt würde so ungeniert auf Bilderjagd gehen", regt sich Frau Aigner auf.
Während Google die Bilder von anderen europäischen Städten in Italien, Großbritannien, Frankreich, Schweiz und den Niederlanden bereits ins Netz gestellt hat, kann man Bilder deutscher Städte noch nicht im Internet abrufen.
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Autorin: Redaktion
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